Montag, 17. November 2014

'Auguste Papendieck. Töpferin' im Focke-Museum Bremen - bis 22. März 2015

Den Namen Auguste Papendieck verbinden wir mit modernem Kunsthandwerk und Töpfern. Sie kann wohl als Wegbereiterin der uns heute bekannten Kunstkeramik genannt werden.
Ihre Arbeiten sind auf der frei gedrehten Scheibe entstanden. Ihren besonderen Charakter erhalten sie unter anderem durch die von Papendieck selbst entwickelten Glasuren.
Die meisten von ihr geschaffenen Gefäße überzeugen noch heute durch eine zeitlose Ästhetik.
In der Ausstellung sind rund 120 ihrer Werke zu sehen. 
Um die Besonderheiten von Papendiecks Arbeiten besser verstehen zu können, sind ihre Gefäße denen von wichtigen Keramikern ihrer Zeit gegenüber gestellt, sowie weiteren aus herausragenden Manufakturen.

Ergänzt wird diese Ausstellung durch eine sog. 'Vitrinenreihe'. In ihr sind Werke von sechs zeitgenössischen Töpfermeisterinnen ausgestellt. Unter dem Titel 'hommage  À’guste' haben sich Katharina Bertzbach, Frauke Alber, Claudia Craemer, Sigrid Grote, Ulfert Hillers und Sabine Kratzer von Auguste Papendiecks Arbeiten inspirieren lassen.

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Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Focke-Museums Bremen entnommen.

'Will McBride Ich war verliebt in diese Stadt' im C/O Berlin Amerika Haus - bis 16. Januar 2015

Berlin Frontstadt im Kalten Krieg. Das ist die Welt des 1931 in den USA geborenen Will McBride. Seine ersten Bilder aus der Zeit Ende der 50er Jahre zeugen noch von einem Staunen über die vom Krieg zerstörte und recht trostlose Stadt. Doch dies wandelt sich, so wie sich Berlin in den Folgejahren wandelt. Die Bilder in den 60er Jahren lassen eine Verbundenheit mit der Stadt aufkommen. In den Fotografien ist eine Nähe greifbar. McBride nimmt teil am Berliner Leben, wird einer von ihnen und dies kommt in seinen Bilder stark zum Ausdruck. 
Sie sind gleichzeitig dokumentarische Zeitzeugen. So sind seinen Bildern die Entwicklung Berlins von den Trümmerbergen bis hin zum Mauerbau und darüber hinaus zu entnehmen.
McBride hat neue Perspektiven gewählt, hat Szenen auf der Straße fotografiert, hat mit seiner Art der Fotografie nicht in die engen gesellschaftlichen Bilder gepasst. McBride hat die Fotografie auf einen neuen Weg gebracht.

1957 gab es schon mal eine McBride Ausstellung. Es war die erste Foto-Ausstellung im Amerika Haus in Berlin. Und so hat man zur Neueröffnung in diesem Jahr auch wieder McBride zur Eröffnung präsentiert. Es sind rund 100 Fotografien des Amerikaners zu sehen, teils bisher nicht veröffentlichte Aufnahmen. Bis heute lebt und Arbeitet Will McBride in Berlin.

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Will McBride Straßenbahn in der Tauentzienstraße 1956 © Will McBride - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des C/O Amerika Haus Berlin entnommen.

'Norbert Bisky. Zentrifuge' in der Kunsthalle Rostock - bis 15. Februar 2015

Zentrifuge ist die bisher größte Einzelausstellung von Norbert Bisky. Die Bilder des 1970 in Leipzig geborenen Malers bestechen meist durch ihre intensive Farbigkeit, einem wahren Farbenrausch, welche durch die Größe der Werke extrem zur Geltung kommt.
Meist sind Körper zu sehen, die durch die Größe der Bilder und die Maltechnik eine regelrechte Dynamik ausstrahlen. Die Körper sind teils so herausgelöst, dass die Werke schon in die Abstraktion gehen. Ein ausgeprägtes Thema ist die Zerstörung bestehender Gefüge, bis hin zu wahren Explosionen auf der Leinwand. Seine Werke werden der figurativen Malerei zugeordnet.

Die Kunsthalle Rostock bietet dieser Kunst einen wunderbaren Rahmen. Im Neubau, im Übrigen dem einzigen Neubau eines Kunstmuseums in der ehemaligen DDR, der durch seine Schlichtheit besticht, kommen die Werke Biskys mit ihren Auflösungstendenzen besonders gut zur Geltung.

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(C) Norbert Bisky. All rights reserved.
Wirbel 2005 (C) Norbert Bisky. All rights reserved. - Das Bild wurde der Homepage von Norbert Bisky entnommen.

'Von Atlantis bis heute' im Museum Weltkulturen D5 Mannheim - bis 01. März 2015

Naturkatastrophen haben die Menschheit seit jeher bewegt. Der sagenumwobene Untergang von Atlantis, der Untergang von Pompeji, das große Erdbeben in Chile und viele mehr sind uns aus der Geschichte bekannt. 
In den letzten Jahren erreichen uns immer wieder Nachrichten und Bilder von Vulkansausbrüchen, Erdbeben, verheerende Stürme und Überschwemmungen, bis hin zu Tsunamis.
Wir sind einerseits fasziniert, andererseits schockiert von der zerstörerischen Kraft der Natur.

Die Ausstellung widmet sich dem Thema der Naturkatastrophen. An hand von mehreren bekannten und unbekannten Naturkatastrophen wird der Umgang von uns Menschen mit diesen gezeigt. Zu sehen sind nicht nur die Folgen, die wir gerade bei den neueren aus den Medien kennen, sondern bereits deren Auslöser werden gezeigt. Dies gelingt mit Unterstützung von neuesten Forschungsergebnissen, welche in der Ausstellung mit aufgezeigt werden.

Insgesamt umfasst die Ausstellung rund 200 Objekte, von der Malerei, über Holzschnitte, Skulpturen und Büsten bis hin zur Fotografie, an denen die verschiedenen Katastrophen der letzten Jahrhunderte aufgezeigt werden. 
Aber auch Messinstrumente aus der Wissenschaft sind zu sehen. Zudem sind sog. interaktive Stationen in die Ausstellung mit eingebunden, so dass sie auch für Kinder und Jugendliche zu einer spannenden Ausstellung wird.

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Katalog
Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage entnommen.

'Ägypten - Land der Unsterblichkeit' im REM Mannheim - bis 17. Mai 2015

Ägypten, das Land am Nil fasziniert uns heute noch immer mit seiner sagenhaften Geschichte. Das Reich der Pharaonen am Nil hat über 4000 Jahre existiert. Eine Hochkultur, in der die Menschen schreiben konnten und Pyramiden erbauen ließen. Diesen Themen widmet sich die Ausstellung, bis hin zum Alltagsleben der Bevölkerung entlang des Nils, mit all seinen kulturellen Facetten. Und natürlich der für uns verwirrenden Götterwelt. 

Wir alle haben zumindest in der Schule vom Glauben an das Weiterleben nach dem Tod im Alten Ägypten gehört. Haben erfahren, dass dieser Glaube von der Unsterblichkeit zu einem für uns unbekannten Totenkult geführt hat. Es wurden die Pyramiden errichtet, die berühmtesten stehen noch heute in Giza vor den Toren Kairos. Auch das Tal der Könige ist ein großer Pharaonen-Friedhof. Die Toten wurden mumifiziert, um sie unbeschadet in das Totenreich führen zu können. Es wurden reich verzierte Mumienmasken gefertigt, die Särge kostbar verkleidet, die Gräber erhielten wertvolle Grabbeigaben und waren ebenfalls reich und kunstvoll verziert. Der Kult reichte soweit, dass den Toten Essen und Trinken mit in die Gräber geben wurden.

In der Ausstellung sind rund 500 Ausstellungsstücke zu sehen. Als besonderes Exponat ist hier sicherlich das rund 3.500 Jahre alte Totenbuch des Amenemhat. Dieses ist hier erstmals in einer Ausstellung zu sehen. 
Es handelt sich um eine ca. 9 Meter lange Papyrus-Rolle. Es ist fast komplett erhalten und zeigt uns heute über 3.500 Jahre nach seiner Fertigung wunderbare farbige Illustrationen, welche noch immer erhalten sind.

Die Ausstellung verfügt über mehrere Mitmachstationen und einem speziellen Begleitprogramm für Kinder.

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Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des REM Mannheim entnommen.

Sonntag, 16. November 2014

'Arbeit am Mythos Talents 30 . Luise Schröder / Hannah Peterson' im C/O Amerika Haus Berlin - bis 16. Januar 2015

Luise Schröders Fotografien zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht 'makellos' sind. Im Gegenteil. sie weisen Brandspuren auf, genauso wie Wasserflecken. Mehrere Bilder sind zu einem zusammengefasst. Sie überlagern sind, sind mit Abrisskanten ineinander geschoben. Es sind teils einzelne Fragmente. Alt und neu zusammengefügt. 
Schwerpunkt ihrer Arbeiten ist die Stadt Dresden. Aufnahmen von der sächsischen Stadt nach dem Krieg, aber auch relativ aktuelle Bilder von der Jahrhundert-Flut 2002. 
Im Begleittext zur Ausstellung ist zu lesen, dass die Bearbeitung einem 'ideologischem Schlachtfeld' gleicht. 
Ergänzt wird diese kleine Ausstellung von einer Video-Installation, ebenfalls von Luise Schröder erstellt.

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a.d.S. 'Arbeit am Mythos' 2011 Luise Schröder - Das Bild ist der Ausstellungs-Homepage des Amerika-Haus Berlin entnommen.

'DAILY MEMORIES' im Kunstmuseum Kloster Magdeburg - bis 01. März 2015

Erinnerungen sind unserem Leben ein wichtiger und ständiger Begleiter. Und obwohl sie ständig um uns sind, sind sie doch nicht greifbar. Mal täuschen sie uns, mal verfolgen sie uns, mal geben sie uns aber auch Kraft und Stärke. Einige Erinnerungen bleiben unser ganzes Leben in uns, andere verlassen uns im Lauf der Jahre. 

Verändern sich unsere Erinnerungen, verschiebt sich unser Erinnerungsvermögen bedingt durch die modernen Medien mit ihren vielen Möglichkeiten der technischen Massenspeicher?

Verschieben sich die Maßstäbe und die Perspektiven der Erinnerung? Hat die Kunst früher nicht auch als Speicher gedient, um Ereignisse der Nachwelt zu zeigen und damit die Erinnerungen und Überlieferungen wach zu halten? Doch wie es heute?

In dieser Ausstellung zeigen 17 internationale Künstler, ganz unterschiedliche Arten der Erinnerung. Sie reichen vom heutigen Massenspeicher der Fotografie, teils in bearbeiteter, und damit ggf. auch manipulierter Form, über gesichtslose Porträts des Malers Rubin bis hin zu Video-Installationen. Die Art der Erinnerung wird auf diese Weise sehr unterschiedlich interpretiert und die Besucher auf verschiedenen Bewusstseinsebenen angesprochen. 

Link zur Ausstellung 

Hans-Peter Feldmann: aus der Serie: 100 Jahre, 1996-2000, SW-Fotografie, Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland - Sammlung Zeitgenössische Kunst - das Bild ist der Ausstellungs-Homepage Kunstmuseum Kloster Magdeburg entnommen.