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Montag, 22. Dezember 2014

'Titanic - Die Ausstellung. Echte Funde, wahre Schicksale' im Historischen Museum Pfalz in Speyer - bis 28. Juni 2015

Die aktuelle Ausstellung im Historischen Museum Pfalz in Speyer war bereits in Paris, Amsterdam und Brüssel zu sehen.
Das Sensationelle an dieser Ausstellung ist, dass sie nicht nur die Geschichte der 'RMS Titanic' (Royal Mail Ship) zeigt, sondern, dass rund 250 Originalfundstücke gezeigt werden, welche durch Bergungen in den Tiefsee hervorgebracht wurden. 

Die 'RMS Titanic', als Post-, Fracht-, Passagierschiff auf der Werft Harland & Wolff in Belfast erbaut, wurde als unsinkbar beworben. Doch bereits auf der Jungfernfahrt von Southampton, über Cherbourg und Queenstown nach New York rammt die 'RMS Titanic' am 14. April 1912 gegen 23:30h einen Eisberg und geht in nur knapp drei Stunden unter. Um die 1.500 Menschen vielen dem Unglück zum Opfer. Noch heute bewegt dieses Schicksal unsere Gemüter.

Erst 73 Jahre nach deren Untergang, 1985, konnte nach zahlreichen Untersuchungen und Recherchen der genaue Unglückspunkt in den weiten des Atlantiks geortet werden. Das Wrack wurde in einer Tiefe von ca. 3800 m geortet.
In den Jahren 1987 bis 2010 wurden daraufhin umfangreiche Bergungsversuche unternommen, aus denen die nun ausgestellten Fundstücke stammen.
Diese Fundstücke sind vielfältig. Teile des Wracks gehören ebenso zur Sammlung, wie persönliche Gegenstände der Passagiere und des Personals. So konnten verschiedene Kleidungsstücke und kostbare Schmuckstücke aus den Tiefen geborgen werden.

An hand dieser Fundstücke werden die Schicksale der Opfer aufgezeigt. Eine spannende Reise in die Geschichte, die uns Besuchern zeigt, wer mit dem Ozeanriesen auf Reisen ging, und wie es einer der größten Tragödien in der zivilen Seeschifffahrt kommen konnte.

Link zur Ausstellung

Titanic
Die Grafik wurde der Homepage des Historischen Museum Pfalz in Speyer entnommen.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

'Im Licht der Menora. Jüdisches Leben in der römischen Provinz' im Jüdischen Museum Frankfurt - bis 10. Mai 2015

Aufzeichnungen und Funde haben dazu geführt, dass wir mittlerweile recht viele Informationen über die Römer nördlich der Alpen sammeln konnten. Dies ist aktuell in mehreren Ausstellungen in Baden-Württemberg zu sehen. So z.B. in Aalen im Limesmusem, oder in Stuttgart im Landesmuseum Württemberg.

Doch was wissen wir über jüdische Siedlungen nördlich der Alpen vor rund 2000 Jahren. Nicht viel, da es kaum Funde gibt, welche darauf hindeuten, dass es dies gegeben hat.
Aber ein paar wenige Belege gibt es, dass die Juden bis ins Römische Reich südlich des Limes vorgedrungen waren und in den Städten gemeinsam mit den Römern lebten. Darauf lässt als Beispiel ein Dekret von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321 schließen, in welchem die Jüdischen Mitbürger in der Gemeinde Kölns erwähnt werden. 
Auch wenn es wenige Funde sind, so sind sie doch Anlass genug, um seitens des Jüdischen Museum Frankfurt den Spuren des 'Lichts der Menora' zu folgen und um diese Objekte eine interessante Ausstellung aufzubauen. Der Weg führt die Besucher von Rom, über den Tempelraub in der heiligen Stadt Jerusalem, über die heutigen Landesgebiete von Ungarn, Österreich und der Schweiz, bis in unsere Regionen.

Einzelne Fundstücke geben oft keinen direkten Blick auf die Geschichte frei. Wenn man jedoch die Stücke und deren Fundorte miteinander verbindet, kann man der Spuren wunderbar folgen und sie geben einen Blick auf das damaligen kulturelle Leben und die Gesellschaft frei. 

Die Ausstellung ist in einer Kooperation mit der Römisch-Germanischen Kommission und dem Archäologischen Museum in Frankfurt entstanden. Auf grund dieser Kooperation können Sie als Besucher beider Ausstellungen, der hier benannten und der Ausstellung Gladiatoren. Tod und Triumph im COLOSSEVM im Archäologischen Museum Frankfurt von einem vergünstigten Eintritt profitieren.


*Menora ist ein siebenarmiger Leuchter, eines der wichtigsten religiösen Symbole in der Glaubensrichtung des Judentums.




Link zur Ausstellung



Ring aus Kaiseraugst, 4. Jh., © Römermuseum Augst - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Jüdischen Museum Frankfurt entnommen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

'Die Verwandlung – Sterben und Trauer 1914–1918' im Museum für Sepulkralkultur Kassel - bis 10. Mai 2015


Durch den 100 Jahrestages des Kriegsbeginn ist auch bei uns in Deutschland der 1.Weltkrieg in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Bisher hat dieser eher ein Schattendasein unter der übermächtigen Geschichte des 2.Weltkrieges geführt.
Dieses Datum hat auch das Museum für Sepulkralkultur in Kassel zum Anlass genommen, sich dieses Themas anzunehmen. Wie passend, immerhin gab es im 1.Weltkrieg rund 17 Millionen Menschenleben zu betrauern.

Neben den Schrecken des Krieges und Millionen Opfern auf den Schlachtfeldern kamen viele hunderttausend Menschen in der Heimat auf Grund von Hungersnöten ums Leben. 
Die aktuelle Ausstellung geht der Frage nach, wie man in den Jahren des 1.Weltkrieges mit den schrecklichen Erfahrungen des Krieges und damit verbunden, dem Tod, in Deutschland umging.
Wie ist der Staat mit der Katastrophe umgegangen, wie die Bevölkerung im privaten Bereich? Wie sind Künstler und Schriftsteller mit dem Grauen umgegangen? Welchen Einfluss hat der Krieg und der Tod auf ihre Arbeiten gehabt? Wie sind die Medien damals mit den Krieg umgegangen? In wie weit wurden die Schlagzeilen über Opfer zu verschiedenen Zwecken genutzt?
100 Jahre nach Kriegsbeginn hat man sich intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt und sie für die Ausstellung mit Unterstützung der AsKI-Institute aufgearbeitet.

Link zur Ausstellung  

Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage des Museums für Sepulkralkultur in Kassel entnommen.

'Römische Baustelle! Eine Stadt entsteht' im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart - bis 02. August 2015

Laut Angaben des Museums ist diese Ausstellung für Kinder ab 4 Jahre geeignet.


Wie eigentlich immer zu den großen Ausstellungen im Landesmuseum Württemberg im Alten Schloss in Stuttgart hat auch diesmal ergänzend zur aktuellen Ausstellung 'Ein Traum von Rom. Römisches Stadtleben in Südwestdeutschland' das Kindermuseum 'Junges Schloss' für unsere Kleinen seine Türen geöffnet. 


Die Römer haben in der Vergangenheit ein riesiges Reich erobert. Nach der Unterwerfung der anderen Völker haben sie meist friedlich miteinander in den gleichen Städten, oft sogar Haus an Haus gewohnt. Dies hat viele Eindrücke und Einflüsse hinterlassen, teils bis in heutige Zeiten. So haben sie unsere Architektur und den Siedlungsbau stark beeinflusst. Doch was waren dies für Dinge, und wie sind die Siedlungen überhaupt gebaut worden, welche Werkzeuge wurden benötigt, welche Personen waren beteiligt, wie waren deren Berufsbezeichnungen?
Dies sind alles Fragen, mit denen sich die Kleinen Besucher in der Ausstellung im Jungen Schloss auseinander setzen können und zu denen sie die richtigen Antworten finden werden.
Und da es sich um eine Mitmachausstellung handelt, können die Kinder unter dem Ausstellungs-Motto 'Römische Baustelle! Eine Stadt entsteht' eine Stadt nach römischen Vorbild bauen. So erhalten die jungen Besucher einen tollen Einblick in das Alltagsleben der damaligen Bevölkerung, wie auch der Baukunst der Römer.
Also zukünftige Baumeister, hier seit ihr genau richtig und könnt euch schon mal am Bau einer Stadt versuchen.

Link zur Ausstellung

Die Grafik wurde der Ausstellungs-Page  des Jungen Schlosses entnommen.

Dienstag, 16. Dezember 2014

'Heavy Metal Eine Ausstellung über das Glockenhandwerk' in der DASA in Dortmund - bis 15. März 2015

Festgemauert in der Erden
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden,
frisch, Gesellen, seid zur Hand! 
Aus: Friedirch Schiller 'Das Lied von der Glocke'


In der aktuellen Sonderausstellung der DASA wird in vier Stationen die Geschichte und Herstellung der Glocken gezeigt. Da es sich bei der Glockenherstellung um Handarbeit handelt, ist jede Glocke für sich einzigartig, in Klang und Form. 
Neben Originalglocken geben Filme und Fotos Aufschluss über die Geschichte und Herstellung, aber auch Mitmachstationen laden die ganze Familie zu einem interessanten Besuch ein und geben Einblicke in ein weitgehend unbekanntes Handwerksthema.

Die erste Station der Ausstellung ist übertitelt mit 'Im Bann des Glockenklangs'. Hier geht es um die geschichtliche Entwicklung der Glocke und deren Bedeutung. Früher haben die Menschen den Klang der Glocke deutlich öfter vernommen, als wir heute, da mit ihr nicht zum Gottesdienst geläutet wurde, sondern z.B. auch zur Nachtruhe, oder bei Gefahr. Aber auch die Fälligkeit der Steuerzahlung wurde mittels Glockengeläut verkündet.

In der zweiten Station mit dem Titel 'Schweres Metall' wird der Herstellungsprozess aufgezeigt. Hier werden neben dem Glockengießer, welcher im Grunde nur einen kleinen Teil der gesamten Herstellung begleitet, die beteiligten Berufe aufgezeigt. Der Herstellungsprozess wird mit Film- und Bilddokumentationen veranschaulicht. Zudem steht ein erläuterndes Modell zur Verfügung.

Die dritte Station, überschrieben mit 'Hört Ihr Leut und lasst Euch sagen' widmet sich den Traditionsberufen rund um die Glocke im Wandel der Zeiten. Es werden Berufe wie der des Türmers und des Glöckners vorgestellt.

Die vierte und letzte Station 'It's just metal, mom! Einmal zuschlagen bitte' befasst sich mit dem Klang einer Glocke. Hier können die Besucher mit etwas Wasser, einem Gummihammer und einer Glocke entdecken, was beim Läuten einer Glocke alles geschieht.

Link zur Ausstellung 

Glänzende Bronze-Glocken stehen in einer Glockengießerei
Glockenausstellung in der DASA - Foto: Heinrich Krempel, Nachlass Josef Feldmann - Das Bild wurde der Ausstellungs-Page der DASA Dortmund entnommen.

Begleitend zur Ausstellung werden unter anderem Turmführungen auf St. Reinoldi angeboten. Buchungen und Bedingungen erfragen Sie bitte direkt bei der DASA.

'Aus aller Welt' Neuerwerbungen im Völkerkundemuseum Herrnhut - bis 22. Februar 2015

Dank zahlreicher Spenden und Schenkungen, sowie Unterstützung durch den Freistaat Sachsen und des Freundeskreises des Museum, ist es gelungen, die bestehende Sammlung seit 2010 um weitere 250 Exemplare zu erweitern.

Diese Neuwerbungen rund um das Thema Völkerkunde können derzeit, regional sortiert, bewundert werden. Begleitet wird diese Ausstellung mit vielen Informationen und Exkursen, welche Auskunft über die Geschichte und den Erwerb des Museums geben.

Zu sehen sind verschiedene Tabakpfeifenköpfe aus der Herrnhuter Mission in Nordamerika, welche unter anderem von den Irokesen, einem Indianerstamm, stammen.
Aus dem asiatischen Raum können buddhistische Amulette, so genannte tsatsa bewundert werden. Aber auch Exponate aus Südrussland sind zu sehen, genauso wie Arbeiten aus der Karibik, Suriname und vielen anderen Regionen unseres Planeten.

Link zur Ausstellung

Tabakpfeifenkopf in Form eines Vogels, östliches Nordamerika, Pennsylvania, vermutlich Irokesen um 1750, Copyright: Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
Tabakpfeifenkopf in Form eines Vogels, östliches Nordamerika, Pennsylvania, vermutlich Irokesen um 1750, Copyright: Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden - Das Bild wurde der Ausstellungs-Page des benannten Museums entnommen.

Darstellung des Gottes Shiva als Nataraja (König des Tanzes), Plastik, Indien um 1950, Copyright: Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
Darstellung des Gottes Shiva als Nataraja (König des Tanzes), Plastik, Indien um 1950, Copyright: Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden - Das Bild wurde der Ausstellungs-Page des benannten Museums entnommen.

Samstag, 29. November 2014

'Auf der Suche nach Harmonie - Die Navajo' im St. Annen-Museum Lübeck - bis 01. März 2015

Die Navajo sind ein Indianerstamm, der heute im Südwesten der USA im Areal der Bundesstaaten Arizona, Colorado, New Mexico und Utha lebt. In etwa eine Viertelmillion Menschen gehören diesem Volksstamm heute an und bilden damit die größte Gruppe der Menschen, die in einem Reservoir in den USA leben. 

Die Ausstellung ist um die Ausrüstung des Medizinmannes der Navajo, Benet Toehe, aufgebaut. Diese Ausstellungsstücke, welche einzigartig in Europa sind, befinden sich seit dem Jahr 2000 im Besitz der Völkerkundesammlung der Stadt Lübeck. Ergänzt wird die Ausstellung aus einer Sammlung von Teppichen und Silberschmuck, welche sich ebenfalls im Beseitz der Stadt befinden.

An hand dieser wunderbaren Stücke, kann das St. Annen-Museum einen Einblick in die religiöse Welt der Navajo geben und die Geschichte des Volksstammes den Besuchern aufzeigen.

Link zur Ausstellung

Auf der Suche nach Harmonie - Die Navajo
Auf der Suche nach Harmonie - Die Navajo - Das Bild ist der Ausstellungs-Homepage des St. Annen-Museum Lübeck entnommen.

Mittwoch, 26. November 2014

'Eindrücke aus dem Land der aufgehenden Sonne 150 Jahre Beziehungen zwischen dem Elsass und Japan' im Musée de l'Impression sur Etoffes Mulhouse - bis 12. Oktober 2015

In diesem Jahr feiern die Geschäftsbeziehungen zwischen dem Elsass und dem Land der aufgehenden Sonne, Japan, ihr 150-jähriges Bestehen. Ursprung dieser Beziehungen ist der Textilhandel. Im Jahr 1864 haben Manufakturen aus dem Elsass erstmals ihre Woll-Musselin-Stoffe nach Japan exportiert.
Für das Musée de l’Impression sur Etoffes grund genug diesem Jubiläum eine eigene Ausstellung zu widmen. Zu sehen sind diverse Exponate aus diesen 150 Jahren, incl, verschiedener Stoffe und der Besucher wird schnell erkennen, dass diese Beziehungen nicht ohne Wirkung blieben. So sind in den Stoffen aus dem Elsass deutlich japanische Einflüsse zu erkennen. Die Ausstellung bietet so manche Überraschung für die Besucher.

Link zur Ausstellung

Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Musée de l’Impression sur Etoffes in Mulhouse - Frankreich entnommen.

'Zwischen Kaiserwetter und Donnergrollen' im Historischen Museum Saar - bis 08. März 2015

Um die Jahrhundertwende vom neunzehnten Jahrhundert zum zwanzigsten waren satirische Zeitungen sehr populär. So wie die Wochenzeitschrift 'Simplicissimus', welche seit 1896 auf dem Markt war.
In ihnen wurden die damaligen Ereignisse mit Karikaturen und Texten aufgearbeitet. So kamen politische Themen genauso zur Sprache, wie die Balkankrise, oder die sozialen Unruhen in den europäischen Staaten. 
Zu den Unruheherden in Europa und den Kolonialstaaten kamen viele Veränderungen durch die Industrialisierung. Die Welt war in Bewegung und wurde von großartigen Karikaturisten und Autoren immer wieder den Ereignissen angepasst dargestellt und beschrieben.

In der Ausstellung 'Zwischen Kaiserwetter und Donnergrollen' wird die wilhelminische Zeit aus den Augen des 'Simplisissimus', dem bekanntesten Satireblatt, gezeigt. Über 90 Originalvorlagen von Zeichnungen und Skizzen sind zu sehen, aus der Zeit von 1896 bis 1914. Satire diente damals wie heute eine Spiegelbild der Gesellschaft wieder zugeben, ebenso, wie Sorgen, Ängste, aber auch unterhaltsame Ereignisse darzustellen. Die ausgestellten Karikaturen geben umfangreiche Einblicke in den Wandel der damaligen Gesellschaft.

Die meisten Ausstellungsstücke stammen aus der Sammlung des Museum Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst in Hannover.

Link zur Ausstellung


Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage des Historischen Museum Saar entnommen.

Montag, 24. November 2014

'Gottfried Lindauer. Die Māori Portraits' in der Alten Nationalgalerie Berlin - bis 12. April 2015

Mit einer ganz besonderen Ausstellung lockt derzeit die Alte Nationalgalerie in Berlin die Besucher an. Es sind die Werke, des außerhalb von Neuseeland fast unbekannten Gottfried Lindauer (1839 bis 1626) zu sehen. Seine Bilder zeigen fast ausschließlich Porträts der Māori. Damit war Lindauer einer der ganz wenigen Maler seiner Zeit, der sich mit der Darstellung der indigenen Menschen auseinander gesetzt und sie gemalt hat.

Erstmals werden die Werke Lindauers außerhalb Neuseelands gezeigt. Dies ist nur möglich geworden, da die Nachfahren der gezeigten Māori gemeinsam mit Haerewa (maorische Wissenschaftler und Künstler, die als Berater der Auckland Art Gallery Toi o Tāmaki tätig sind) dieser Ausstellung außerhalb von Aotearoa/Neuseeland zugestimmt haben. Das die Bilder Neuseeland bisher nicht verlassen haben ist im Glauben der Māori begründet. 

Link zur Ausstellung

Gottfried Lindauer, Eruera Maihi Patuone, 1874, Öl auf Leinwand

'WEST:BERLIN Eine Insel auf der Suche nach Festland' im Ephraim-Palais Berlin - bis 28. Juni 2015

West-Berlin, wofür stand es nicht alles. Für 'Freiheit' - natürlich. Aber über 40 Jahre, die Zeit der Teilung der Republik nach Ende des 2. Weltkrieges, war West-Berlin auch immer die 'Insel der Freiheit', oder auch das hochsubventionierte 'Schaufenster des Westens'.
Mit dem Fall der Mauer hat sich vieles verändert. Das Prestige der Stadt, das auch auf der Teilung fußte, ging verloren. Die City-West hat seinen Sonderstatus verloren. Mit einem Mal war es einen 'normale' Stadt. Und West-Berlin musste sich in der neuen Situation erst finden. Doch langsam erstrahlt der Westen der Stadt wieder.
Einen großen Anteil daran, hat sich der Umzug der Hauptstadt zurück von Bonn nach Berlin dazu beigetragen. Die Stadt ist wieder im öffentlichen Bewusstsein und damit auch ihre Geschichte. Die Geschichte des Westens der Stadt.
Zum 25-jährigen Jubiläums des Mauerfalls widmet das Ephraim-Palais nun eine Sonderausstellung diesem Thema.

Im Fokus der Ausstellung steht das Wort 'Freiheit'. Ein Begriff mit großem Symbol-Charakter der ehemals geteilten Stadt. Der jedoch, da es um West-Berlin geht, auf das Selbstverständnis des ehemaligen West-Berlin bezogen ist und die individuelle Entfaltung ihrer Bewohner.

Die Ausstellung ist in vier Themenfelder, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur unterteilt. An ihnen wird die Mentalität der Stadt aufgezeigt, wie auch die Ausstrahlung, welche West-Berlin ausgeübt hat. An hand dieser vier Schwerpunktthemen wird das Leben der verschiedenen Milieus der 'Insel im roten Meer' gezeigt, genauso welche Auswirkungen der Kalte Krieg, die Blockade-Politik und die Währungsreform auf den West-Teil der Stadt hatten.

Für mehr Informationen empfehle ich die Seite WEST:Berlin.

Link zur Ausstellung im Ephraim-Palais

Rolf Goetze | 1.-Mai-Kundgebung auf dem Platz vor dem Reichstagsgebäude- Berlin bleibt frei, 01.05.1959 © Archiv Rolf Goetze, Stadtmuseum Berlin
Platz vor dem Reichstagsgebäude, 1959 © Archiv Rolf Goetze | Stadtmuseum Berlin - 
Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Ephraim-Palais Berlin entnommen.

Samstag, 22. November 2014

'Köln 1914. Metropole im Westen' im Kölnisches Stadtmuseum, im MAK Köln und im RWWA - bis 19. April 2015


Der Landschaftsverband Rheinland hat anlässlich des Jahrestages zum Kriegsbeginn vor 100 Jahren ein Themenjahr unter dem Motto '1914. Mitten in Europa' veranstaltet.
Den Abschluss der Ausstellungsserie bildet die gemeinsame aktuelle Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum, im Museum für angewandte Kunst Köln (MAK Köln) und in der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA).


Das Kölnische Stadtmuseum hat seinen Schwerpunkt auf das Alltagsleben der Rheinmetropole gelegt. Köln war bereits vor Beginn des 1.Weltkrieges eine pulsierende Großstadt. Den Bewohnern der Stadt ging es sozial immer besser. Die Moderne hielt langsam Einzug in die Stadt. Doch mit Beginn des Krieges hat sich vieles geändert. In zwei Themenräumen betrachtet die Schau die Veränderungen, in der Gesellschaft, der Politik, der Wirtschaft, dem Verkehr, der Krankenversorgung, dem Sport, bis hin zum Karneval, der eine lange Tradition in Köln hat und vielem mehr.
Eine Ursache für die vielen Veränderungen in der Stadt ist darin zu finden, dass Köln auf grund seiner Lage am Rhein als logistischer Knotenpunkt für die Versorgung der Westfront gedient hat.
Ein monumentales Bild Kaiser Willhelm II. stellt den zentralen Punkt dieser Ausstellung dar, dem gegenüber verschiedene Produkte aus dem Alltagsleben zu sehen sind, Kleidung, Spielzeug, die ersten elektrischen Geräte, sowie Notprodukte, wie z.B. Kleidung und Sohlen aus Pflanzenfasern, das 'Adenauer-Brot' und vieles mehr. Dem gegenüber stehen eine Fliegerbombe. Gasmasken, Uniformen und weitere kriegstypische Gegenstände.

Das MAK Köln hat seinen Ausstellungs-Schwerpunkt in die Betrachtung der Kunstszene des damaligen Köln gelegt. So hat Köln sich ab 1903 zu einer wahren Kunstmetropole entwickelt. Es wurden immer mehr Kunstvereine und Künstlerverbände ins Leben gerufen. In der Stadt war eine lebendige Kulturszene angesiedelt, welche regelmäßige Ausstellungen organisierte, Lesungen und Vorträge veranstaltete.Unterstützt wurden diese Vereinigung durch die damals bereits vorhandene reichhaltige Musemslandschaft in der Stadt. 
Auch das Schauspiel, Theater und Oper waren in der Stadt am Rhein sehr populär. So wurde 1902 das Opern-Haus am Habsburger Ring eröffnet, das größte im Deutschen Reich. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Werkbundausstellung im Mai 1914 in Köln eröffnet wurde. 
Zu sehen sind hier Kunstwerke verschiedener Künstler der Zeit, wie z.B. von Michael Brunthaler, Heinrich Hoerle, Franz M. Jansen, Carlo Mense, Ferdinand Nigg, Ernst Riegel, August Sander und anderen.

Die Stiftung des RWWA schließlich, steht hauptsächlich als Leihgeber für die beiden Häuser. Jedoch ist auch hier ein kleineres Ausstellungsprogramm zu sehen. In der Stiftung des RWWA zeigt die Geschichte mehrerer Kölner Unternehmen und stellt ihre Rolle und Verhältnis zum Krieg dar. Zudem wird hier der Fokus auf die Produkte der verschiedenen Unternehmen gelegt und in weit diese den Krieg wiederspiegeln. Zudem sind hier Feldpost-Briefe, Feldzeitschriften und Fotografien aus dem Krieg zu sehen. 

Link zur Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum 

Link zur Ausstellung im MAK Köln

Link zur Ausstellung im Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv


Bild zum Artikel: KÖLN 1914 - Metropole im Westen
Bild zum Artikel: KÖLN 1914 - Metropole im Westen - Das Bild wurde des Ausstellungs-Homepage RWWA Köln entnommen.

'Todesfabrik Auschwitz: Topographie und Alltag in einem Konzentrations- und Vernichtungslager' im NS-Dokumentationszentrum Köln - bis 03. Mai 2015

Das NS-Dokumentationszentrum in Köln hat sich mit dieser Ausstellung auf einzigartige Weise dem Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz gewidmet.
Die Ausstellung stellt einen Kontext zwischen der Geschichte und der Architektur her. So sind in der Schau, die sich mit Auschwitz befasst rund 50 Architektenpläne und technische Zeichnungen des Stammlager Auschwitz, dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und dem Nebenlager Auschwitz-Monowitz zu sehen. So ist weltweit erstmals eine umfangreiche Rekonstruktion eines Lagerkomplexes mit allen zentralen Nebengebäuden entstanden.

Diese Rekonstruktion ist besonders unter dem Aspekt zu betrachten, dass in Auschwitz nur noch wenige Gebäude erhalten sind. So bilden die Steingebäude im ehemaligen Stammlager heute das Museum und die Gedenkstätte. Die Gebäude im Vernichtungslager sind, soweit vorhanden nur rekonstruierte Baracken, Originale sind nicht mehr vorhanden. Vom Nebenlager ist sind keine baulichen Reste mehr erhalten.

Drei große Pläne geben den Besuchern einen Überblick über das Lager und dessen Strukturen. Die Lager waren alle systematisch aufgebaut. Ein wichtiger Aspekt in den Planungen war grundsätzlich, dass man die Gefangenen in jedem Winkel des Lagers im Blick hatte und noch viel schlimmer, von den Wachposten gezielt erschossen werden konnten.
Neben diesen drei großen Übersichtsplänen sind in der Ausstellung 12Stationen aufgebaut, an denen die verschiedenen Gebäude und Lagerbereiche erörtert werden.
Den zentralen Punkt innerhalb dieser Ausstellung stellt sicherlich das Modell des Krematorium V dar, dem mehr als 1 Million Menschen allein in Auschwitz zum Opfer fielen. Das Krematorium V ist trauriges und entsetzliches Sinnbild für die 'Rationalisierung' des organisierten Völkermordes.

Den Plänen der Architekten und technischen Zeichnungen mit ihren technisch-strukturierten Inhalten und Darstellungen sind Zeichnungen der Häftlinge gegenüber gestellt aus denen das gesamte Grauen der Massenvernichtung hervor geht. In denen ist der unmenschliche Alltag dargestellt. In denen ist das Leben im KZ als Inhaftierter dargestellt, von der Ankunft der Deportationszüge, die Selektion am Bahnhof, die unmenschlichen Lebensbedingungen, bis hin zur Ermordung in den Gaskammern.

Link zur Ausstellung

Häftlinge werden unter Schlägen von SS-Männern in Block 11, auch 'Todesblock' genannt, getrieben. Wladyslaw Siwek Häftlinge betreten Block 11, 1949. State Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim. - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des NS-Dokumentationszentrum Köln entnommen.

'RAF – Terroristische Gewalt' im DHM Berlin - bis 08. März 2015

RAF
Bild von der Ausstellungs-Homepage des DHM Berlin.


Ich erinnere mich noch gut, als Kind, oder jungendliche Person haben diese Fahndungsplakate, die in den Postfilialen, den Schalterhallen der Banken und Sparkassen und in den öffentlichen Gebäuden zu sehen waren, immer wieder Beklemmungen ausgelöst.

Vor gut einem Jahr war im 'Haus der Geschichte Baden-Württemberg' in Stuttgart die Ausstellung 'RAF - Terror im Südwesten' zu sehen, welche als Grundlage dieser aktuellen Ausstellung dient, jedoch um wichtige Themenaspekte erweitert wurde. So können in dieser Ausstellung noch nie veröffentlichte Filmausschnitte angesehen werden, sowie Bildmaterial und Flugschriften.
Die Ausstellung im DHM befasst sich nicht nur mit der RAF selbst und deren Begründung für die Attentate, sondern auch mit den 34 Opfern und ihren Angehörigen, sowie denen, die den Terror als direkte Opfer überlebt haben.


Nach der Erschießung von Benno Ohnesorg im Juni 1967 und dem Anschlag auf Rudi Dutschke im April 1968 im Zuge der damaligen Studenten-Proteste ist es zu einer Radikalisierung innerhalb einer Minderheit in der Bevölkerung gekommen. Aus dieser Radikalisierung ist schließlich die 1970 durch Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler und Ulrike Meinhof gegründete RAF hervorgegangen. Der Schwerpunkt ihrer Anschläge lag im Süd-Westen der Republik, auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe und dem Hauptquartier der US-Streitkräfte in Heidelberg. 
Trotz umfangreicher Fahndungen und Festnahme der Gründungsmitglieder nahm der Terror immer größere Ausmaße an, und eskalierte im 'Heißen Herbst 1977'. 

Auch wenn die RAF im April 1998 ihre Auflösung bekannt gegeben hat, eine endgültige Aufklärung aller Straftaten, Anschläge und Morde konnte bis heute nicht erzielt werden. Ein Abschluss dieses düsteren Kapitels der deutschen Geschichte ist bis heute nicht möglich.

Link zur Ausstellung

Flyer zur Ausstellung

Dienstag, 18. November 2014

'Wir sind ein Volk' in der Völklinger Hütte - VERLÄNGERT bis 08. März 2015

Über 41 Jahre war Deutschland in Ost und West geteilt. 28 Jahre davon zog sich eine Mauer von Nord nach Süd und um West-Berlin. Doch mit auflösen der politischen Eiszeit, Beendigung des Kalten Krieges hat sich das Gesicht Deutschlands und Europas gewandelt.
Am 9. November 1989 wird der 'Fall' der Mauer in den Medien verkündet und am späten Abend ist es endlich auch soweit, die Schlagbäume öffnen sich nach und nach. Was folgt sind die schwierigen 'Zwei-plus-Vier' Verhandlungen, in denen es um die Deutsche Wiedervereinigung geht.

Diese Ausstellung zeigt Fotos des renommierten Fotografen Helmut R. Schulze. Bei vielen der Verhandlungen ist er als Bildjournalist vor Ort, und dies oft direkt und exklusiv. 
Die Bilder des 1929 in Bad Liebenwerda geborenen Schulze geben Einblicke in die harten Verhandlungen und zeigen uns anlässlich des 25. Jahrestages aus nächster Nähe den politischen Weg der 'Deutsch-Deutschen Wiedervereinigung'.

Link zur Ausstellung

© Helmut R. Schulze - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage der Völklinger Hütte entnommen.

Montag, 17. November 2014

'Von Atlantis bis heute' im Museum Weltkulturen D5 Mannheim - bis 01. März 2015

Naturkatastrophen haben die Menschheit seit jeher bewegt. Der sagenumwobene Untergang von Atlantis, der Untergang von Pompeji, das große Erdbeben in Chile und viele mehr sind uns aus der Geschichte bekannt. 
In den letzten Jahren erreichen uns immer wieder Nachrichten und Bilder von Vulkansausbrüchen, Erdbeben, verheerende Stürme und Überschwemmungen, bis hin zu Tsunamis.
Wir sind einerseits fasziniert, andererseits schockiert von der zerstörerischen Kraft der Natur.

Die Ausstellung widmet sich dem Thema der Naturkatastrophen. An hand von mehreren bekannten und unbekannten Naturkatastrophen wird der Umgang von uns Menschen mit diesen gezeigt. Zu sehen sind nicht nur die Folgen, die wir gerade bei den neueren aus den Medien kennen, sondern bereits deren Auslöser werden gezeigt. Dies gelingt mit Unterstützung von neuesten Forschungsergebnissen, welche in der Ausstellung mit aufgezeigt werden.

Insgesamt umfasst die Ausstellung rund 200 Objekte, von der Malerei, über Holzschnitte, Skulpturen und Büsten bis hin zur Fotografie, an denen die verschiedenen Katastrophen der letzten Jahrhunderte aufgezeigt werden. 
Aber auch Messinstrumente aus der Wissenschaft sind zu sehen. Zudem sind sog. interaktive Stationen in die Ausstellung mit eingebunden, so dass sie auch für Kinder und Jugendliche zu einer spannenden Ausstellung wird.

Link zur Ausstellung

Katalog
Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage entnommen.

'Ägypten - Land der Unsterblichkeit' im REM Mannheim - bis 17. Mai 2015

Ägypten, das Land am Nil fasziniert uns heute noch immer mit seiner sagenhaften Geschichte. Das Reich der Pharaonen am Nil hat über 4000 Jahre existiert. Eine Hochkultur, in der die Menschen schreiben konnten und Pyramiden erbauen ließen. Diesen Themen widmet sich die Ausstellung, bis hin zum Alltagsleben der Bevölkerung entlang des Nils, mit all seinen kulturellen Facetten. Und natürlich der für uns verwirrenden Götterwelt. 

Wir alle haben zumindest in der Schule vom Glauben an das Weiterleben nach dem Tod im Alten Ägypten gehört. Haben erfahren, dass dieser Glaube von der Unsterblichkeit zu einem für uns unbekannten Totenkult geführt hat. Es wurden die Pyramiden errichtet, die berühmtesten stehen noch heute in Giza vor den Toren Kairos. Auch das Tal der Könige ist ein großer Pharaonen-Friedhof. Die Toten wurden mumifiziert, um sie unbeschadet in das Totenreich führen zu können. Es wurden reich verzierte Mumienmasken gefertigt, die Särge kostbar verkleidet, die Gräber erhielten wertvolle Grabbeigaben und waren ebenfalls reich und kunstvoll verziert. Der Kult reichte soweit, dass den Toten Essen und Trinken mit in die Gräber geben wurden.

In der Ausstellung sind rund 500 Ausstellungsstücke zu sehen. Als besonderes Exponat ist hier sicherlich das rund 3.500 Jahre alte Totenbuch des Amenemhat. Dieses ist hier erstmals in einer Ausstellung zu sehen. 
Es handelt sich um eine ca. 9 Meter lange Papyrus-Rolle. Es ist fast komplett erhalten und zeigt uns heute über 3.500 Jahre nach seiner Fertigung wunderbare farbige Illustrationen, welche noch immer erhalten sind.

Die Ausstellung verfügt über mehrere Mitmachstationen und einem speziellen Begleitprogramm für Kinder.

Link zur Ausstellung

Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des REM Mannheim entnommen.

Montag, 10. November 2014

'Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung' im Jüdischen Museum Berlin - bis 01. März 2015

Das Ausstellungs-Plakat lässt es schon erahnen, in dieser Ausstellung geht es um die rituelle Beschneidung von Jungen. Hierbei handelt es sich um ein jahrtausendaltes Ritual. Statistiken gehen davon aus, dass in etwa 1/3 der männlichen Weltbevölkerung beschnitten ist.

Das Jüdische Museum gibt mit dieser Ausstellung einen Einblick in die religiösen und kulturellen Hintergründe der Beschneidung, über dessen Bedeutung bei uns bisher wenig bekannt ist. 
In der Ausstellung wird die Beschneidung nicht nur aus jüdischer Sicht betrachtet, sondern auch mit den Augen der christlichen und islamischen Welt gesehen. Es sind die Wurzeln dieses Rituals zu sehen, vom Bund Abrahams mit Gott. Sie setzt sich mit der Thematik der Beschneidung Jesu's genauso auseinander, wie damit, welche Rolle dieses Thema im populären US-Fernsehen spielt. Weiter werden antisemitische und islamfeindliche Einstellungen thematisiert, welche teils weit in die Vergangenheit reichen.

Link zur Ausstellung

Motiv zur Ausstellung »Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung« mit einer Banane
Kampagnenmotiv zur Ausstellung »Haut ab! Haltungen zur rituellen Beschneidung« © Jüdisches Museum Berlin, Gestaltung: www.buerominimal.de - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Jüdischen Museum Berlin entnommen.

Mittwoch, 5. November 2014

'Mythos Hammaburg – Archäologische Entdeckungen zu den Anfängen Hamburgs' im AMH - bis 26. April 2015

Mit dieser Ausstellung versucht das Archäologische Museum Hamburg (AMH) die Ursprünge der Hansestadt aufzudecken.
Seit ewigen Zeiten sucht die Stadt Hamburg nach seinen Wurzeln, die hier, im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten, nicht eindeutig bekannt sind. 
Hammaburg - ein Mythos aus alten schriftlichen Quellen. Doch ist dies tatsächlich der Ursprung der 'Perle an der Elbe'?
Der Domplatz war in den Jahren seit Ende des 2. Weltkrieges immer wieder Ort von archäologischen Ausgrabungen. Zuletzt um 2005.
Dank neuer Techniken haben die Archäologen immer mehr und bessere Wege gefunden, die vielen kleinen Puzzle-Teile, die bei den Ausgrabungen zu Tage kamen, zusammen zu führen. Ergänzt und verknüpft mit den bekannten schriftlichen Überlieferungen hat es ein Gesamtbild ergeben, welches nun die Geschichte der Stadt aufzeigen kann. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Ausstellung im AMH zeigt die ersten Spuren von Siedlungen des heutigen Hamburgs, die erste Nennung der sagenumworbenen Hammaburg und natürlich Grabungsfunde. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt in der Zeit vom 8. bis zum 12. Jahrhundert.

Link zur Ausstellung

Link zum Blog des AMH

Link zum Blog von SabStern - @KurzundKnapp - hier sind ein paar schöne Aufnahmen aus der Ausstellung zu sehen 



Bild von der Ausstellungs-Homepage des AMH

Dienstag, 21. Oktober 2014

'Die Röchlings und die Völklinger Hütte' in der Völklinger Hütte - bis 26. April 2015

Diese Ausstellung spannt den Bogen aus der Gründungszeit der Hütte vom Gründer, dem Industriellen Carl Röchling, bis zur Zeit nach Ende des 2. Weltkrieges.

So erzählt die Ausstellung von Meilensteinen der Industrialisierung, welche unter Röchling in der Hütte erstmals zum Einsatz kamen, wie z.B. der Trockengasreinigung, Weiterverarbeitung von Reststoffen aus der Kokerei, oder die Betonbauweise.
Die Ausstellung erzählt aber auch von der dunklen Seite der Hütte, wie z.B. dem Einsatz von Zwangsarbeitern im 2. Weltkrieg.

Es wird weiter die Zeit nach dem Krieg betrachtet, die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts, als die französischen Besatzer die Völklinger Hütte unter Sequesterverwaltung stellen und diese 1956 wieder aufheben und die Hütte an die Familie Röchling zurückgegeben wird.
Die Geschichte der Hütte geht weiter, bis zur Stahlkrise Mitte der 1970er Jahre, welche am 4. Juli 1986 zur endgültigen Stillsetzung der Völklinger Hütte führt.
Durch die umsichtige Inschutzstellung durch das Saarländische Konservatoramt wurde die Völklinger Hütte bereits im Dezember 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. 


Link zur Ausstellung 

                               

Bilder von der Ausstellungs-Homepage der Völklinger Hütte.