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Dienstag, 16. Dezember 2014

'Architektierisch Eine Mitmach-Ausstellung rund ums Bauen von Mensch und Tier' in der DASA in Dortmund - bis 10. Mai 2015

Vor weg zur Info - diese Ausstellung wird seitens der DASA empfohlen für Kinder von 3-12 Jahren.

Zudem empfiehlt die DASA, dass die Kinder Stoppersocken dabei haben sollten und strapazierfähige Kleidung - hier geht's 'zur Sache'.



Dies ist eine wahre Mitmachausstellung für unsere Kleinen. An diversen Mitmachstationen haben sie die Möglichkeiten selbst zu bauen, basteln und zu konstruieren. Sie können so viele Parallelen zwischen unseren Gebäuden und den Bauten vieler Tierarten entdecken und lernen ganz nebenher auch noch so einiges über Architektur, Baukultur und Statik. 

Bei der Konzeption der Ausstellung wurde darauf geachtet, dass es einen für die ganz Kleinen geben wird, für all jene, die noch nicht lesen können. Und einen für die 'Großen'.
Für die 'Kleineren' werden an 19 Stationen Beispiele gezeigt, wie z.B. der Eisbär oder die Biene jeweils ihre Unterkunft erstellen. An jeder dieser 19 Stationen sind die Kinder unterschiedlich gefordert und können etwas über verschiedene Handwerksberufe lernen und sehen, welche Handwerker alle benötigt werden, um ein Haus zu bauen.

Für die 'Größeren' sind die Aufgaben umfangreicher gefasst. Sie bekommen z.B. als Aufgabe einen Raum der eigenen Bedürfnisse zu erstellen. Auch hier stehen die Tiere als sog. Paten, um durch verschiedene Themen zu führen. Wie entsteht z.B. eine Fassade, was muss man zum Bau einer Brücke berücksichtigen und vieles mehr. 

Spannende Aufgaben warten auf unsere Kleinen.

Link zur Ausstellung 

Leitmotiv der Ausstellung Architektierisch in Grossbuchstaben mit Tierornamentik
Die Grafik wurde der Ausstellungs-Page der DASA Dortmund entnommen.

'Heavy Metal Eine Ausstellung über das Glockenhandwerk' in der DASA in Dortmund - bis 15. März 2015

Festgemauert in der Erden
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden,
frisch, Gesellen, seid zur Hand! 
Aus: Friedirch Schiller 'Das Lied von der Glocke'


In der aktuellen Sonderausstellung der DASA wird in vier Stationen die Geschichte und Herstellung der Glocken gezeigt. Da es sich bei der Glockenherstellung um Handarbeit handelt, ist jede Glocke für sich einzigartig, in Klang und Form. 
Neben Originalglocken geben Filme und Fotos Aufschluss über die Geschichte und Herstellung, aber auch Mitmachstationen laden die ganze Familie zu einem interessanten Besuch ein und geben Einblicke in ein weitgehend unbekanntes Handwerksthema.

Die erste Station der Ausstellung ist übertitelt mit 'Im Bann des Glockenklangs'. Hier geht es um die geschichtliche Entwicklung der Glocke und deren Bedeutung. Früher haben die Menschen den Klang der Glocke deutlich öfter vernommen, als wir heute, da mit ihr nicht zum Gottesdienst geläutet wurde, sondern z.B. auch zur Nachtruhe, oder bei Gefahr. Aber auch die Fälligkeit der Steuerzahlung wurde mittels Glockengeläut verkündet.

In der zweiten Station mit dem Titel 'Schweres Metall' wird der Herstellungsprozess aufgezeigt. Hier werden neben dem Glockengießer, welcher im Grunde nur einen kleinen Teil der gesamten Herstellung begleitet, die beteiligten Berufe aufgezeigt. Der Herstellungsprozess wird mit Film- und Bilddokumentationen veranschaulicht. Zudem steht ein erläuterndes Modell zur Verfügung.

Die dritte Station, überschrieben mit 'Hört Ihr Leut und lasst Euch sagen' widmet sich den Traditionsberufen rund um die Glocke im Wandel der Zeiten. Es werden Berufe wie der des Türmers und des Glöckners vorgestellt.

Die vierte und letzte Station 'It's just metal, mom! Einmal zuschlagen bitte' befasst sich mit dem Klang einer Glocke. Hier können die Besucher mit etwas Wasser, einem Gummihammer und einer Glocke entdecken, was beim Läuten einer Glocke alles geschieht.

Link zur Ausstellung 

Glänzende Bronze-Glocken stehen in einer Glockengießerei
Glockenausstellung in der DASA - Foto: Heinrich Krempel, Nachlass Josef Feldmann - Das Bild wurde der Ausstellungs-Page der DASA Dortmund entnommen.

Begleitend zur Ausstellung werden unter anderem Turmführungen auf St. Reinoldi angeboten. Buchungen und Bedingungen erfragen Sie bitte direkt bei der DASA.

'JANA EULER - Where the energy comes from' im Bonner Kunstverein - bis 22. Februar 2015

Die aktuelle Ausstellung der 1982 in Friedberg geborenen Jana Euler ist die erste große Einzelausstellung der Künstlerin.
Eulers Werke drehen sich meist um die Frage der Identität des einzelnen Menschen. Dies kommt sowohl in ihren Gemälden, wie auch Skulpturen und Texten immer wieder stark zum Ausdruck.
Ihr Malstil schwankt ein wenig zwischen dem Abstrakten und weist doch wieder große Tendenzen von Figurationen auf. 
'In der Arbeit Nude climbing up the Stairs (2014), in welcher sie die männliche Gestalt des Nu descendant un escalier (1912) von Marcel Duchamp mit ihrer eigenen Figur austauscht und die Bewegung umkehrt, setzt sie sich zum Beispiel mit der offenen Beziehung zwischen Inhalt und Kontext, Maler/in und Betrachter/in, Subjekt und Objekt auseinander.'*
Häufig verwendet Euler auch nur einzelne, fragmentierte oder auch deformierte Körperteile um sich mit dem Zusammenspiel von Körper und Geist auseinander zu setzen.
Neben den Bildern spielen für Jana Euler Wörter und Texte eine große Rolle, was sich bereits in den Titeln ihrer Werke erahnen lässt. So nimmt sie sich die Freiheit immer wieder dem einen oder anderem Bild mit Texten weitere Betrachtungsebenen hinzuzufügen. Meist keine langen Texte, eher Textzeilen, jedoch in der Regel mit viel Ausdruck und Inhalt. Sie bringen den Besucher dazu, das Gesehene anders, neu zu betrachten, sich mit dem Werk intensiv auseinander zu setzen. Zumal es auch immer wieder vorkommt, dass die Wörter und Texte nur aus bestimmten Blickrichtungen lesbar sind.

*Die Text-Passage ist Ausstellungs-Page des Bonner Kunstvereins direkt entnommen.


Link zur Ausstellung

BiJANA EULER, Men painted with two eyes (Leif), 2014, Öl auf Leinwand, 120 x 160 cm; Courtesy die Künstlerin. Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Bonner Kunstvereins entnommen. 

Samstag, 22. November 2014

'Köln 1914. Metropole im Westen' im Kölnisches Stadtmuseum, im MAK Köln und im RWWA - bis 19. April 2015


Der Landschaftsverband Rheinland hat anlässlich des Jahrestages zum Kriegsbeginn vor 100 Jahren ein Themenjahr unter dem Motto '1914. Mitten in Europa' veranstaltet.
Den Abschluss der Ausstellungsserie bildet die gemeinsame aktuelle Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum, im Museum für angewandte Kunst Köln (MAK Köln) und in der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA).


Das Kölnische Stadtmuseum hat seinen Schwerpunkt auf das Alltagsleben der Rheinmetropole gelegt. Köln war bereits vor Beginn des 1.Weltkrieges eine pulsierende Großstadt. Den Bewohnern der Stadt ging es sozial immer besser. Die Moderne hielt langsam Einzug in die Stadt. Doch mit Beginn des Krieges hat sich vieles geändert. In zwei Themenräumen betrachtet die Schau die Veränderungen, in der Gesellschaft, der Politik, der Wirtschaft, dem Verkehr, der Krankenversorgung, dem Sport, bis hin zum Karneval, der eine lange Tradition in Köln hat und vielem mehr.
Eine Ursache für die vielen Veränderungen in der Stadt ist darin zu finden, dass Köln auf grund seiner Lage am Rhein als logistischer Knotenpunkt für die Versorgung der Westfront gedient hat.
Ein monumentales Bild Kaiser Willhelm II. stellt den zentralen Punkt dieser Ausstellung dar, dem gegenüber verschiedene Produkte aus dem Alltagsleben zu sehen sind, Kleidung, Spielzeug, die ersten elektrischen Geräte, sowie Notprodukte, wie z.B. Kleidung und Sohlen aus Pflanzenfasern, das 'Adenauer-Brot' und vieles mehr. Dem gegenüber stehen eine Fliegerbombe. Gasmasken, Uniformen und weitere kriegstypische Gegenstände.

Das MAK Köln hat seinen Ausstellungs-Schwerpunkt in die Betrachtung der Kunstszene des damaligen Köln gelegt. So hat Köln sich ab 1903 zu einer wahren Kunstmetropole entwickelt. Es wurden immer mehr Kunstvereine und Künstlerverbände ins Leben gerufen. In der Stadt war eine lebendige Kulturszene angesiedelt, welche regelmäßige Ausstellungen organisierte, Lesungen und Vorträge veranstaltete.Unterstützt wurden diese Vereinigung durch die damals bereits vorhandene reichhaltige Musemslandschaft in der Stadt. 
Auch das Schauspiel, Theater und Oper waren in der Stadt am Rhein sehr populär. So wurde 1902 das Opern-Haus am Habsburger Ring eröffnet, das größte im Deutschen Reich. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Werkbundausstellung im Mai 1914 in Köln eröffnet wurde. 
Zu sehen sind hier Kunstwerke verschiedener Künstler der Zeit, wie z.B. von Michael Brunthaler, Heinrich Hoerle, Franz M. Jansen, Carlo Mense, Ferdinand Nigg, Ernst Riegel, August Sander und anderen.

Die Stiftung des RWWA schließlich, steht hauptsächlich als Leihgeber für die beiden Häuser. Jedoch ist auch hier ein kleineres Ausstellungsprogramm zu sehen. In der Stiftung des RWWA zeigt die Geschichte mehrerer Kölner Unternehmen und stellt ihre Rolle und Verhältnis zum Krieg dar. Zudem wird hier der Fokus auf die Produkte der verschiedenen Unternehmen gelegt und in weit diese den Krieg wiederspiegeln. Zudem sind hier Feldpost-Briefe, Feldzeitschriften und Fotografien aus dem Krieg zu sehen. 

Link zur Ausstellung im Kölnischen Stadtmuseum 

Link zur Ausstellung im MAK Köln

Link zur Ausstellung im Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv


Bild zum Artikel: KÖLN 1914 - Metropole im Westen
Bild zum Artikel: KÖLN 1914 - Metropole im Westen - Das Bild wurde des Ausstellungs-Homepage RWWA Köln entnommen.

'Todesfabrik Auschwitz: Topographie und Alltag in einem Konzentrations- und Vernichtungslager' im NS-Dokumentationszentrum Köln - bis 03. Mai 2015

Das NS-Dokumentationszentrum in Köln hat sich mit dieser Ausstellung auf einzigartige Weise dem Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz gewidmet.
Die Ausstellung stellt einen Kontext zwischen der Geschichte und der Architektur her. So sind in der Schau, die sich mit Auschwitz befasst rund 50 Architektenpläne und technische Zeichnungen des Stammlager Auschwitz, dem Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und dem Nebenlager Auschwitz-Monowitz zu sehen. So ist weltweit erstmals eine umfangreiche Rekonstruktion eines Lagerkomplexes mit allen zentralen Nebengebäuden entstanden.

Diese Rekonstruktion ist besonders unter dem Aspekt zu betrachten, dass in Auschwitz nur noch wenige Gebäude erhalten sind. So bilden die Steingebäude im ehemaligen Stammlager heute das Museum und die Gedenkstätte. Die Gebäude im Vernichtungslager sind, soweit vorhanden nur rekonstruierte Baracken, Originale sind nicht mehr vorhanden. Vom Nebenlager ist sind keine baulichen Reste mehr erhalten.

Drei große Pläne geben den Besuchern einen Überblick über das Lager und dessen Strukturen. Die Lager waren alle systematisch aufgebaut. Ein wichtiger Aspekt in den Planungen war grundsätzlich, dass man die Gefangenen in jedem Winkel des Lagers im Blick hatte und noch viel schlimmer, von den Wachposten gezielt erschossen werden konnten.
Neben diesen drei großen Übersichtsplänen sind in der Ausstellung 12Stationen aufgebaut, an denen die verschiedenen Gebäude und Lagerbereiche erörtert werden.
Den zentralen Punkt innerhalb dieser Ausstellung stellt sicherlich das Modell des Krematorium V dar, dem mehr als 1 Million Menschen allein in Auschwitz zum Opfer fielen. Das Krematorium V ist trauriges und entsetzliches Sinnbild für die 'Rationalisierung' des organisierten Völkermordes.

Den Plänen der Architekten und technischen Zeichnungen mit ihren technisch-strukturierten Inhalten und Darstellungen sind Zeichnungen der Häftlinge gegenüber gestellt aus denen das gesamte Grauen der Massenvernichtung hervor geht. In denen ist der unmenschliche Alltag dargestellt. In denen ist das Leben im KZ als Inhaftierter dargestellt, von der Ankunft der Deportationszüge, die Selektion am Bahnhof, die unmenschlichen Lebensbedingungen, bis hin zur Ermordung in den Gaskammern.

Link zur Ausstellung

Häftlinge werden unter Schlägen von SS-Männern in Block 11, auch 'Todesblock' genannt, getrieben. Wladyslaw Siwek Häftlinge betreten Block 11, 1949. State Museum Auschwitz-Birkenau, Oswiecim. - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des NS-Dokumentationszentrum Köln entnommen.

Freitag, 31. Oktober 2014

'TARGETS Fotografien von Herlinde Koelbl' in der Bundeskunsthalle Bonn - bis 11. Januar 2015


'«Es klingt grausam, aber das Töten lernen muss automatisiert werden, um zu funktionieren.»'*


Herlinde Koelbl wurde am 31. Oktober 1939 in Lindau geboren. Zu ihrem Geburtstag wird anlässlich des 100ten Jahrestages Beginn des 1. Weltkrieges die Ausstellung 'TARGETS' in der Bundeskunsthalle eröffnet.

Die Ausstellung befasst sich, wie das eingangs erwähnte Zitat und der Titel der Ausstellung vermuten lassen, mit der militärischen Ausbildung und den kuluturellen Unterschieden, die sich an hand der unterschiedlichen Schießzielen aufzeigen lassen. 




Vor sechs Jahren hat Herlinde Koelbl mit ihrem Projekt 'TARGETS' begonnen. Dafür reiste sie in über 30 Länder. In der Ausstellung wird aufgezeigt, welche verschiedene Ziele die Schützen vor Augen haben, welche Feindbilder geschaffen wurden und wie wird dieser dargestellt.

Die Ausstellung erfolgt seitens der Bundeskunsthalle Bonn in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum DHM in Berlin.


Link zur Ausstellung


 Targets Libanon Herlinde Koelbl1200     Targets 5 Kurdistan-Nordirak Herlinde Koelbl800     Targets 8 Deutschland Herlinde Koelbl800

Libanon                                                    Nordirak-Kurdistan                                  Deutschland

Alle Bilder sind von der Ausstellungs-Homepage der Bundeskunsthalle Bonn.

* Zitat von Ausstellungs-Homepage der Bundeskunsthalle Bonn.

Mittwoch, 3. September 2014

Outer Space. Faszination Weltraum in der Bundeskunsthalle Bonn - bis 22. Februar 2015

Schon immer wollte der Mensch wissen, wie das Universum entstanden ist, woher wir kommen, oder auch, ob es noch anderes Leben gibt. Und wenn es Außerirdische geben sollte, in Kontakt treten? Sprechen, schreiben, lesen sie?
Der Weltraum ist und bleibt für viele ein Sehnsuchtsort. 
All diesen Fragen widmet sich die Ausstellung. Von der literaischen Seite, der naturwissenschaftlichen Seite, aber auch mit den Augen von Filmemachern, Spinnern und Visionären.



Link zur Ausstellung




Bilder sind von der Ausstellungs-Homepage der Bundeskunsthalle Bonn.