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Montag, 23. März 2015

'Poesie der Grossstadt. Die Affichisten' in der Kunsthalle Schirn - bis 25. Mai 2015

Unter dem Namen 'Affichisten' haben sich bereits 1950 mehrere Künstler zusammengeschlossen. Francois Dufrêne, Raymond Hains, Jacques Villeglé und Jean Tinguely.
Später gehörten sie neben weiteren Künstlern auch der Gruppe 'Nouveaux Réalistes' an. 
Auf teils sehr radikale, aber auch poetischen Weise, haben sie sich mit ihrer Kunst den Realitäten genähert.

Die Ausstellung befasst sich mit der künstlerischen Strömung, die sowohl in der Schweiz, aber auch in Deutschland, oder  z.B. auch in Frankreich bisher eher unbekannt ist. 
Es ist das erste Mal, dass die 'Affichisten' überhaupt in der Schweiz so umfangreich gezeigt werden. 

Die 'Affichisten' waren mit die ersten, die Kunst als Happening gesehen haben und ihre Werke entsprechend der Öffentlichkeit präsentierten. Neben der eigentlichen Malerei stand nun auch die Performance mit im Zentrum, genauso wie durch sie die Fotografie und Filmvorführungen in die Kunst mit einbezogen wurden.

Die Ausstellung ist gemeinsam mit dem Museum Tinguely in Basel konzipiert, wo sie zuvor zu sehen war .

Jacques Villglé, La Moto - Avenue Ledru-Rollin, 17 juillet 1965, Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris - entnommen der Ausstellungs-Homepage der Schirn in Frankfurt / Main

Link zur Ausstellung

Donnerstag, 18. Dezember 2014

'Im Licht der Menora. Jüdisches Leben in der römischen Provinz' im Jüdischen Museum Frankfurt - bis 10. Mai 2015

Aufzeichnungen und Funde haben dazu geführt, dass wir mittlerweile recht viele Informationen über die Römer nördlich der Alpen sammeln konnten. Dies ist aktuell in mehreren Ausstellungen in Baden-Württemberg zu sehen. So z.B. in Aalen im Limesmusem, oder in Stuttgart im Landesmuseum Württemberg.

Doch was wissen wir über jüdische Siedlungen nördlich der Alpen vor rund 2000 Jahren. Nicht viel, da es kaum Funde gibt, welche darauf hindeuten, dass es dies gegeben hat.
Aber ein paar wenige Belege gibt es, dass die Juden bis ins Römische Reich südlich des Limes vorgedrungen waren und in den Städten gemeinsam mit den Römern lebten. Darauf lässt als Beispiel ein Dekret von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321 schließen, in welchem die Jüdischen Mitbürger in der Gemeinde Kölns erwähnt werden. 
Auch wenn es wenige Funde sind, so sind sie doch Anlass genug, um seitens des Jüdischen Museum Frankfurt den Spuren des 'Lichts der Menora' zu folgen und um diese Objekte eine interessante Ausstellung aufzubauen. Der Weg führt die Besucher von Rom, über den Tempelraub in der heiligen Stadt Jerusalem, über die heutigen Landesgebiete von Ungarn, Österreich und der Schweiz, bis in unsere Regionen.

Einzelne Fundstücke geben oft keinen direkten Blick auf die Geschichte frei. Wenn man jedoch die Stücke und deren Fundorte miteinander verbindet, kann man der Spuren wunderbar folgen und sie geben einen Blick auf das damaligen kulturelle Leben und die Gesellschaft frei. 

Die Ausstellung ist in einer Kooperation mit der Römisch-Germanischen Kommission und dem Archäologischen Museum in Frankfurt entstanden. Auf grund dieser Kooperation können Sie als Besucher beider Ausstellungen, der hier benannten und der Ausstellung Gladiatoren. Tod und Triumph im COLOSSEVM im Archäologischen Museum Frankfurt von einem vergünstigten Eintritt profitieren.


*Menora ist ein siebenarmiger Leuchter, eines der wichtigsten religiösen Symbole in der Glaubensrichtung des Judentums.




Link zur Ausstellung



Ring aus Kaiseraugst, 4. Jh., © Römermuseum Augst - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Jüdischen Museum Frankfurt entnommen.

'Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen' in den Opelvillen Rüsselsheim - bis 08. März 2015

Eine Bilderreise zum Neuen Sehen in der Fotografie der russischen Avantgarde*


Nicht nur hier in West-Europa, auch im fernen Russland, hat sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine neue Kunstform immer mehr durchgesetzt, die der Avantgarde. Ihre Einflüsse haben die Künstler meist von ihren Künstlerkollegen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, etc. bezogen. Bekannte Vertreter der russischen Avantgarde waren unter anderem Kasimir Malewitsch, Olga Rosanowa oder El Lissitzky, noch bis Ende diesen Monats mit einer eigenen Ausstellung für Kinder im Sprengel Museum Hannover.
Die Künstler haben die verschiedensten Themen abgedeckt, die Malerei, genauso wie die Skulptur, Architektur oder Fotografie. Einer der bekanntesten Fotografen dieser Zeit war sicherlich Alexander Rodtschenko, von dem auch das Bild für diesen Post stammt. Auch El Lissitzky hat sich neben der Malerei mit der Fotografie und zählt ebenfalls zu den bedeutenderen Vertretern der Avantgarde in dieser Kunstrichtung. 
Die Ausstellung stellt die Verbindung von Malerei und auch dem Papierschnitt zur Fotografie mit Hilfe von Gegenüberstellungen her. An diesen Beispielen lässt sich zudem auch die Fortführung und Weiterentwicklung von der Avantgarde zum Suprematismus und Konstruktivismus wunderbar erkennen.

Die Ausstellung zeigt rund 100 Arbeiten der zuvor genannten und weiterer Künstler und Künstlerinnen, wie Jewgeni Chaldei, Alexandra Exter, Boris Ignatowitsch, Wassili Jermilow, Ida Nappelbaum, Ljubow Popowa, Michail Prechner, Konstantin Roshdestwenski, Georgi Selma, Nikolai Sujetin, Wladimir Tatlin, Ilja Tschaschnik, Jakow Tschernichow und Nadeshda Udalzowa.
 
* Untertitel der Ausstellung

Link zur Ausstellung

Rodtschenko_763 x 460
Foto: Sepherot Foundation (Liechtenstein) © VG Bild-Kunst, Bonn 2014 Rodtschenko_763 x 460 - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage der  Opelvillen entnommen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

'Die Verwandlung – Sterben und Trauer 1914–1918' im Museum für Sepulkralkultur Kassel - bis 10. Mai 2015


Durch den 100 Jahrestages des Kriegsbeginn ist auch bei uns in Deutschland der 1.Weltkrieg in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Bisher hat dieser eher ein Schattendasein unter der übermächtigen Geschichte des 2.Weltkrieges geführt.
Dieses Datum hat auch das Museum für Sepulkralkultur in Kassel zum Anlass genommen, sich dieses Themas anzunehmen. Wie passend, immerhin gab es im 1.Weltkrieg rund 17 Millionen Menschenleben zu betrauern.

Neben den Schrecken des Krieges und Millionen Opfern auf den Schlachtfeldern kamen viele hunderttausend Menschen in der Heimat auf Grund von Hungersnöten ums Leben. 
Die aktuelle Ausstellung geht der Frage nach, wie man in den Jahren des 1.Weltkrieges mit den schrecklichen Erfahrungen des Krieges und damit verbunden, dem Tod, in Deutschland umging.
Wie ist der Staat mit der Katastrophe umgegangen, wie die Bevölkerung im privaten Bereich? Wie sind Künstler und Schriftsteller mit dem Grauen umgegangen? Welchen Einfluss hat der Krieg und der Tod auf ihre Arbeiten gehabt? Wie sind die Medien damals mit den Krieg umgegangen? In wie weit wurden die Schlagzeilen über Opfer zu verschiedenen Zwecken genutzt?
100 Jahre nach Kriegsbeginn hat man sich intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt und sie für die Ausstellung mit Unterstützung der AsKI-Institute aufgearbeitet.

Link zur Ausstellung  

Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage des Museums für Sepulkralkultur in Kassel entnommen.

Montag, 15. Dezember 2014

'Filmtheater. Kinofotografien von Yves Marchand und Romain Meffre' im Deutschen Filmmuseum Frankfurt - bis 31. Mai 2015

Eine Ausstellung, die sowohl die Freunde der Fotografie, wie auch die leidenschaftlichen Cineasten ansprechen wird.
Die beiden Pariser Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre haben 2001 damit begonnen, alte Industrieruinen, vor allem in der einstmals als Boomtown bekannten Stadt Detroit, mit ihrer Kamera festzuhalten. Die Aufnahmen aus dieser grandiosen Gesellschaftsstudie sind 2010 als Bildband unter dem Titel 'Ruins of Detroit' erschienen und damit dem breiten Publikum bekannt geworden.

Doch damit nicht genug. Seit 2005 erforschen und entdecken die zwei Pariser mit ihrer Großformatkamera die Vorführsäale alter Filmtheater in den USA. 
Auch bei diesem Projekt begeben sie sich auf Spurensuche in längst vergangen Zeiten. Zumal die Filmtheater oftmals Geschichten zu erzählen haben und ein Teil der Geschichte sind. Gleichzeitig sind sie Sinnbild der Entwicklung in den USA in der sich immer mehr globalisierenden Welt. Unabhängig davon, ob sie als leerstehenden Ruinen immer mehr verkommen, oder eine Umnutzung erfahren haben. Viele dieser Filmpaläste stammen aus der Zeit der 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, als der Film die Massen anzog. In den Jahren 1914 bis 1922 sind um die 4000 Filmtheater in den USA entstanden. Damals stand der Film für Sehnsüchte und Träume. Und so wurden die Filmtheater aufwändig gestaltet und dem breiten Publikum wurde es leicht gemacht, sich diesen Träumen hinzugeben. Zumal die Eintrittspreise erschwinglich waren. Daher wurde das Kino oft auch als 'Oper der Kleinen Leute' bezeichnet.

Link zur Ausstellung

Filmtheater
Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage des Deutschen Filmmuseum Frankfurt entnommen.

Donnerstag, 13. November 2014

'HIMMELSTÜRMEND. Hochhausstadt Frankfurt' im DAM Frankfurt - bis 19. April 2015

Kaum eine andere Stadt in Deutschland verbinden wir mit Hochhaus-Architektur wie Frankfurt am Main. Doch warum wuchs die Stadt in den Himmel? Warum hat Frankfurt sich anders als andere Städte entwickelt? Dieser Frage geht die aktuelle Ausstellung im DAM nach. 
Die Geschichte beginnt nach dem letzten Krieg mit dem Wiederaufbau ab 1945, geht über den Häuserkampf im Westend und führt schließlich bis in die heutige Zeit. 
Die Ausstellung ist aufgebaut um einige ausgewählte Bauten, wie den klassischen Bauten, dem sog. Bienenkorbhaus und dem Junior-Haus, sowie den modernen Hochhäusern, wie dem Silberturm, dem Main-Tower, dem Commerzbank Tower und dem Main Tower.
Neben den realen Türmen ist die Ausstellung bereichert durch eine visionäre Welt, Frankfurts Zukunftsprojekten. Hier werden der Campanile, der Millennium Tower und Pläne für die Überbauung des Frankfurter Hauptbahnhofs gezeigt.
In diesem Jahr wurden der Henninger-Turm, vielen vom Radsport ein Begriff, und der AfE-Turm gesprengt und haben Platz für neue Stadtplanungen geschaffen. 

Die gesamte Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Informationsprogramm, wie Vorträgen zu den verschiedenen Bauten der Stadt und auch Führungen in den Commerzbank Tower werden angeboten. Diese sind jedoch bereits ausgebucht. Vielleicht werden ja noch weitere Führungen auf grund der großen Nachfrage angeboten. Das wäre wünschenswert.

Link zur Ausstellung


Die Bilder sind der Ausstellungs-Homepage des DAM Frankfurt / Main entnommen.

Montag, 20. Oktober 2014

Gladiatoren. Tod und Triumph im COLOSSEVM im Archäologischen Museum Frankfurt - bis 01. März 2015

Gladiatoren - die Berufskämpfer im alten Rom. Sie wurden bewundert und verehrt, sie wurden verachtet und beleidigt.
Noch heute umgibt die Gladiatoren ein mythischer Glanz.
Doch wer waren die Männer wirklich? 
Wie sah ihr Leben abseits der Arena aus, wie haben sie ihren Tag verbracht, welchen Abläufen folgten sie? 

In den Gladiatorenschulen lernten sie Kampftechniken. Sie bekamen eine spezielle Verpflegung. Auch war ihre medizinische Versorgung erstklassig. Alles war darauf abgestimmt, dass sie in den Arenen spektakuläre Kämpfe abliefern konnten. Zur Begeisterung der blutberauschten Massen. 

Die Ausstellung gibt umfangreiche Einblicke in das Leben der Gladiatoren, unterstützt von Funden, welche normalerweise in Italieneschen Museen ausgestellt sind.


Link zur Ausstellung


Gladiatoren. Tod und Triumph im COLOSSEVM
Bild von der Ausstellungs-Homepage Archäologisches Museum Frankfurt