Sonntag, 21. Dezember 2014

'Candida Höfer. Düsseldorf im Kunstmuseum Luzern' - bis 08. Februar 2015

Candida Höfers, 1944 in Eberswalde geboren, Fotoarbeiten zeigen meist große Orte, welche wir immer mit Menschen sehen, Opernsäale, Museen oder Paläste.
Doch bei Höfer Arbeiten darf die Frage gestellt werden 'Wo sind die Menschen?'. Denn die von ihr gezeigten Orte sind menschenleer. Für diese Aufnahmen ist Candida Höfer bekannt. 

Dadurch wird der Blick des Betrachters ohne Ablenkung auf den Raum als eigentliches Motiv gelenkt. Sie gibt mit ihren großformatigen Aufnahmen den Blick frei auf die Architektur und damit die Gestaltung der Räume und Säale.
Das Kunstmuseum Luzern zeigt aber nicht nur ihre Aufnahmen von sog. Raumstrukturen, welche alles in Kontext mit der Stadt am Rhein stehen, sondern auch frühere Arbeiten, wie die Serie 'Türken in Deutschland', mit der sie einem breiteren Publikum bekannt wurde, Interieurs von Imbissbuden und Cafés, sowie Schaufensteransichten. 

Mit dieser Ausstellung wird erstmals eine Übersichtsausstellung dieser populären Fotografin in der Schweiz gewidmet. 

Link zur Ausstellung

Die Aufnahme wurde der Ausstellungs-Page des Kunstmuseum Luzern entnommen.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

'Love' Gruppenausstellung bei Camera Work in Berlin - bis 07. Februar 2015


Love - Liebe - die Liebe ist vielfältig, egal, ob es um die körperliche Liebe geht, oder die von Mensch zu Tier, oder die platonische Liebe - die Ausstellung zeigt in 100 Bildern die verschiedenste Form der Liebe. Von der absurden Darstellung, bis hin zur Wahrhaftigkeit durch kleine Gesten und Symbolen.
Eine abwechslungsereiche Bildauswahl erwartet den Besucher dieser Ausstellung.
So ist der eine Taube küssende Boxprofi genauso zu sehen, wie Akte im Bett -  so vielfältig die Liebe, so vielfältig die Aufnahmen.
Ethel Kennedy legt ihrem Mann Robert F. sanft die Hand auf den Arm, im Gegensatz vermitteln andere Aufnahmen den Charakter einer Orgie.

Die Ausstellungsmacher von Camera Work beschreiben ihre Ausstellung mit den folgenden Worten: 'Die ausgestellten Künstler (darunter Michel Comte, Elliott Erwitt, und Ellen von Unwerth) geben den Abgründen, Ambivalenzen und Absurditäten der Liebe ebenso Gestalt wie der Möglichkeit, dass die Erfüllung der Sehnsüchte, Glücksmomente und die Wahrhaftigkeit der Liebe am Ende triumphieren.'


Link zur Ausstellung 

<span>Michel Comte · Mike Tyson · 1990</span><p><a href="mailto:sales@camerawork.de?Subject=Anfrage zum Werk »Mike Tyson« von Michel Comte&Body=" style="color: white;">Verfügbarkeit anfragen</a></p>

<a href="mailto:sales@camerawork.de?Subject=Request for »Mike Tyson« by Michel Comte&Body=" style="color: white;">Check availability</a></p>
Michel Comte · Mike Tyson · 1990 - Das Bild wurde der dem showroom der Ausstellungs-homepage von Camera Work entnommen.

'Künstlerräume 02 - Werke aus den Sammlungen' in der Weserburg Bremen - bis 31. Mai 2015

Die Weserburg bleibt ihrer Linie treu. Erneut präsentiert sie eine Ausstellung mit moderner, teils ungewöhnlicher Kunst. Dies beginnt in diesem Falle bereits mit dem Eingangsbereich der Ausstellung. Hier kann man 1347 Erkennungsmarken der Bundeswehr von der Decke herab hängen sehen. Die Installation vom Almut Linde regt den Besucher hier schon zum innehalten an und symbolisiert, trotz oder gerade in seiner minimalistischen Ausführung die Anonymität der Kriegstoten. William Kentridge geht mit seiner Video-Installation sehr eindringlich auf das ehemalige Apartheid-Regime in Südafrika ein.

In insgesamt 15 Räumen werden 15 künstlerische Welten präsentiert und geben einen Überblick über die Sammlungen der Weserburg. Da es sich um den Sammlungsbestand des Museums handelt, sind einige der Objekte schon in früheren Ausstellungen zu sehen gewesen, andere Werke werden in dieser Show erstmals dem Publikum gezeigt. Die ausgestellten Werke sind den Bereichen der Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie und Videoarbeiten zuzuordnen. Die Einrichtung der Kunsträume ist teils in Eigenregie der jeweiligen Künstler erfolgt. Zu sehen sind Arbeiten von Martin Assig, James Lee Byars, Dan Flavin, Jochen Gerz, Christian Haake, Rebecca Horn, Manfred Holtfrerich, William Kentridge, Alicja Kwade, Almut Linde, Blinky Palermo, Guiseppe Penone, Gerhard Rühm, Kiki Smith, Peter Welz.

Link zur Ausstellung

William Kentridge, Tide Table, 2003/04 (Videostill), Sammlung Goetz
William Kentridge, Tide Table, 2003/04 (Videostill), Sammlung Goetz - Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage der Weserburg Bremen entnommen.

'Im Licht der Menora. Jüdisches Leben in der römischen Provinz' im Jüdischen Museum Frankfurt - bis 10. Mai 2015

Aufzeichnungen und Funde haben dazu geführt, dass wir mittlerweile recht viele Informationen über die Römer nördlich der Alpen sammeln konnten. Dies ist aktuell in mehreren Ausstellungen in Baden-Württemberg zu sehen. So z.B. in Aalen im Limesmusem, oder in Stuttgart im Landesmuseum Württemberg.

Doch was wissen wir über jüdische Siedlungen nördlich der Alpen vor rund 2000 Jahren. Nicht viel, da es kaum Funde gibt, welche darauf hindeuten, dass es dies gegeben hat.
Aber ein paar wenige Belege gibt es, dass die Juden bis ins Römische Reich südlich des Limes vorgedrungen waren und in den Städten gemeinsam mit den Römern lebten. Darauf lässt als Beispiel ein Dekret von Kaiser Konstantin aus dem Jahr 321 schließen, in welchem die Jüdischen Mitbürger in der Gemeinde Kölns erwähnt werden. 
Auch wenn es wenige Funde sind, so sind sie doch Anlass genug, um seitens des Jüdischen Museum Frankfurt den Spuren des 'Lichts der Menora' zu folgen und um diese Objekte eine interessante Ausstellung aufzubauen. Der Weg führt die Besucher von Rom, über den Tempelraub in der heiligen Stadt Jerusalem, über die heutigen Landesgebiete von Ungarn, Österreich und der Schweiz, bis in unsere Regionen.

Einzelne Fundstücke geben oft keinen direkten Blick auf die Geschichte frei. Wenn man jedoch die Stücke und deren Fundorte miteinander verbindet, kann man der Spuren wunderbar folgen und sie geben einen Blick auf das damaligen kulturelle Leben und die Gesellschaft frei. 

Die Ausstellung ist in einer Kooperation mit der Römisch-Germanischen Kommission und dem Archäologischen Museum in Frankfurt entstanden. Auf grund dieser Kooperation können Sie als Besucher beider Ausstellungen, der hier benannten und der Ausstellung Gladiatoren. Tod und Triumph im COLOSSEVM im Archäologischen Museum Frankfurt von einem vergünstigten Eintritt profitieren.


*Menora ist ein siebenarmiger Leuchter, eines der wichtigsten religiösen Symbole in der Glaubensrichtung des Judentums.




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Ring aus Kaiseraugst, 4. Jh., © Römermuseum Augst - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Jüdischen Museum Frankfurt entnommen.

'Wir müssen den Schleier von unseren Augen reißen' in den Opelvillen Rüsselsheim - bis 08. März 2015

Eine Bilderreise zum Neuen Sehen in der Fotografie der russischen Avantgarde*


Nicht nur hier in West-Europa, auch im fernen Russland, hat sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts eine neue Kunstform immer mehr durchgesetzt, die der Avantgarde. Ihre Einflüsse haben die Künstler meist von ihren Künstlerkollegen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, etc. bezogen. Bekannte Vertreter der russischen Avantgarde waren unter anderem Kasimir Malewitsch, Olga Rosanowa oder El Lissitzky, noch bis Ende diesen Monats mit einer eigenen Ausstellung für Kinder im Sprengel Museum Hannover.
Die Künstler haben die verschiedensten Themen abgedeckt, die Malerei, genauso wie die Skulptur, Architektur oder Fotografie. Einer der bekanntesten Fotografen dieser Zeit war sicherlich Alexander Rodtschenko, von dem auch das Bild für diesen Post stammt. Auch El Lissitzky hat sich neben der Malerei mit der Fotografie und zählt ebenfalls zu den bedeutenderen Vertretern der Avantgarde in dieser Kunstrichtung. 
Die Ausstellung stellt die Verbindung von Malerei und auch dem Papierschnitt zur Fotografie mit Hilfe von Gegenüberstellungen her. An diesen Beispielen lässt sich zudem auch die Fortführung und Weiterentwicklung von der Avantgarde zum Suprematismus und Konstruktivismus wunderbar erkennen.

Die Ausstellung zeigt rund 100 Arbeiten der zuvor genannten und weiterer Künstler und Künstlerinnen, wie Jewgeni Chaldei, Alexandra Exter, Boris Ignatowitsch, Wassili Jermilow, Ida Nappelbaum, Ljubow Popowa, Michail Prechner, Konstantin Roshdestwenski, Georgi Selma, Nikolai Sujetin, Wladimir Tatlin, Ilja Tschaschnik, Jakow Tschernichow und Nadeshda Udalzowa.
 
* Untertitel der Ausstellung

Link zur Ausstellung

Rodtschenko_763 x 460
Foto: Sepherot Foundation (Liechtenstein) © VG Bild-Kunst, Bonn 2014 Rodtschenko_763 x 460 - Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage der  Opelvillen entnommen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

'Das Hamburger Kinderzimmer - ''Ein Spielraum für den Anfang der Kritik'' von Olafur Eliasson' in der Hamburger Kunsthalle - bis Ende 2015

Ein Kinderzimmer der etwas anderen Art lädt in der Hamburger Kunsthalle Kinder, wie auch Erwachsene ein, Kunst auf eine andere, spielerische Art, zu entdecken.
Ein vom Künstler Olafur Eliasson, dem bis 15. Februar 2015 eine Ausstellung in der Mannheimer Kunsthalle gewidmet ist, hat ein raumfüllendes Steckspiel mit tausenden von Stäben der besonderen Art entwickelt.
Egal, ob Jung, ob Alt, allein oder der Familie oder mit Freunden, jeder kann für sich oder in der Gruppe Steck-Werke entwerfen und ausstellen.
Neben diesem Steckspiel erfüllen 'Alte Meister' den Raum in der Galerie der Gegenwart und können als Anregung zur Entwicklung immer neuer Formen dienen. Auch kann eine sog. Wanderkarte genutzt werden die Kunst aus rund 600 Jahrhunderten in der gesamten Kunsthalle zu entdecken und viele Informationen zu Kunststilen und Künstlern zu erhalten. Diese können ebenso zur Inspiration für immer neue Steckfiguren genutzt werden. Oder man versucht den Rätseln auf der Wanderkarte auf die Spur zu kommen.
Kunst auf spielerische Art erleben - eine großartige Idee der Hamburger Kunsthalle.
Allen Kleinen und Großen Künstlern viel Freude beim Entwerfen und Stecken immer neuer Kunstwerke. 


Link zur Ausstellung


Video zum Hamburger Kinderzimmer

Das Hamburger Kinderzimmer
Das Hamburger Kinderzimmer, Olafur Eliasson, (*1967), © 2009 Hamburger Kunsthalle, Photo: Ellen Coenders - Das Bild wurde der Homepage des Hamburger Kinderzimmers in der Kunsthalle Hamburg entnommen.

'Die Verwandlung – Sterben und Trauer 1914–1918' im Museum für Sepulkralkultur Kassel - bis 10. Mai 2015


Durch den 100 Jahrestages des Kriegsbeginn ist auch bei uns in Deutschland der 1.Weltkrieg in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Bisher hat dieser eher ein Schattendasein unter der übermächtigen Geschichte des 2.Weltkrieges geführt.
Dieses Datum hat auch das Museum für Sepulkralkultur in Kassel zum Anlass genommen, sich dieses Themas anzunehmen. Wie passend, immerhin gab es im 1.Weltkrieg rund 17 Millionen Menschenleben zu betrauern.

Neben den Schrecken des Krieges und Millionen Opfern auf den Schlachtfeldern kamen viele hunderttausend Menschen in der Heimat auf Grund von Hungersnöten ums Leben. 
Die aktuelle Ausstellung geht der Frage nach, wie man in den Jahren des 1.Weltkrieges mit den schrecklichen Erfahrungen des Krieges und damit verbunden, dem Tod, in Deutschland umging.
Wie ist der Staat mit der Katastrophe umgegangen, wie die Bevölkerung im privaten Bereich? Wie sind Künstler und Schriftsteller mit dem Grauen umgegangen? Welchen Einfluss hat der Krieg und der Tod auf ihre Arbeiten gehabt? Wie sind die Medien damals mit den Krieg umgegangen? In wie weit wurden die Schlagzeilen über Opfer zu verschiedenen Zwecken genutzt?
100 Jahre nach Kriegsbeginn hat man sich intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt und sie für die Ausstellung mit Unterstützung der AsKI-Institute aufgearbeitet.

Link zur Ausstellung  

Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage des Museums für Sepulkralkultur in Kassel entnommen.