Donnerstag, 11. Dezember 2014

'Die Logik des Regens / Logical Rain - Der weltgrößte Schatz japanischer Färbeschablonen!' im Japanischen Palais Dresden - bis 22. Februar 2015

Nach 125 Jahren in Dresden wiederentdeckt: Der weltgrößte Schatz japanischer Schablonen zum Färben von Samurai-Kimonos. Proposition II*


Man mag es kaum glauben, aber diese außerhalb der Sammlung nicht bekannten Exponate lagen rund 125 Jahre im Depot des Kunstgewerbemuseums im Schloss Pillnitz. Um so unvorstellbarer, wenn man den Umfang dieser Sammlung sieht, welche aus rund 15.000 japanischen Färbeschablonen für den Textildruck besteht, welche in 92 Kassetten gelagert wurden. Und damit hat Dresden ganz ungeahnt den größten Bestand von Katagami-Mustern weltweit.
Katagami, so nennt sich der Textildruck in Japan.
Solch ein Katagami herzustellen ist eine mühevolle, zeitintensive Arbeit. Sie entstehen aus der Rinde des Maulbeerbaumes, werden handgeschöpft und die Blätter in feiner Schneidearbeit erstellt. 140 dieser Katagami-Muster, welche meist für Kimono-Stoffe erstellt werden, sind in dieser Ausstellung zu sehen.

Meist bestehen diese Katagamie-Muster aus geometrischen Formen, welche Elemente aus der Natur in abstrakter Weise wiederspiegeln. 
Für diese Ausstellung wurden Katagamis ausgewählt, die sich mit dem Regen befassen. Denn der Regen hat mit seinen Monsumwinden und für den Reisanbau eine zentrale, spirituelle Bedeutung für das Land der aufgehenden Sonne. 
Je höher der Würdenträger war, für den die Kimono-Stoffe gefertigt wurden, je feiner wurden die Muster in ihrer Verarbeitung.

In der Ausstellung werden neben diesen wunderbaren Katagami-Schablonen an einigen historischen Kimonos die fast verschwundene Katazome-Technik gezeigt.

Die ersten Katagamis kamen im 19. Jahrhundert zu uns nach Europa und haben die Ornamentik in der Industriekultur, wie auch in der Kunst stark beeinflusst. 
Bestes Beispiel dafür ist u.a. die aktuelle Paul Klee - Ausstellung im Museum für Ostasiatische Kunst Köln, welche noch bis zum 01. Februar 2015 zu sehen ist und ebenfalls in diesem Blog vorgestellt wird. Noch heute kann man deren Einflüsse z.B. in der Graffiti-Kunst von Bansky entdecken.

Eine besondere Atmosphäre verleiht der Klangkünstler Renato Rinaldi dieser Ausstellung im Japanischen Palais in Dresden mit einer zufallsgesteuerten Klanginstallation, welche das Geräusch fallenden Regens ertönen lässt.

Link zur Ausstellung

Blick in die Sonderausstellung "Die Logik des Regens / Logical Rain", Japanisches Palais, 30.11.2014 bis 22.02.2015, Copyright: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Adrian Sauer
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
      
Das untere Bild zeigt: Blick in die Sonderausstellung "Die Logik des Regens / Logical Rain", Japanisches Palais, 30.11.2014 bis 22.02.2015, Copyright: Kunstgewerbemuseum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Adrian Sauer - Beide Grafiken wurden der Ausstellungs Homepage der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entnommen.


*Der Untertitel ist der Ausstellungs-Homepage der Staatlichen Kunstsammlung Dresden entnommen.

'Perahim, La Parade Sauvage' im Musée d'Art Moderne et Contemporain Strasbourg - bis 08. März 2015

Der bekanntere Vertreter des rumänischen Surrealismus ist sicherlich Victor Brauner. Sein Landsmann Jules Perahim hingegen ist eher für sein vielschichtiges, schimärenreiches Werk uns ein Begriff, und kann wohl als der bedeutendste Vertreter der Bukarester Avantgarde betrachtet werden. 
Anlässlich des 100 Geburtstages Perahim's widmet das Musée d'Art Moderne et Contemporain Strasbourg ihm eine Sonderausstellung. 
 
Die Ausstellung wird auf der einen Seite geprägt von den grafischen Arbeiten Perahim's, welche in den 30er Jahren in den Zeitrschriften der damaligen Opposition, wie 'Unu' oder 'Alge' veröffentlicht wurden. Auf der anderen Seite bilden die Gemälde Perahims einen Ausstellungsschwerpunkt. Diese zeigen, welche große Phantasie diesen Künstler immer wieder aufs neue angetrieben hat. Oft verarbeitet hat der Künstler Mythen aus seiner Heimat Rumänien, Griechenland und Afrika. So sind die Werke geprägt von hybriden Figuren und Fabelwesen. Seine Werke weisen meist kleine Serien zu bestimmten Themen auf, die sehr vielfältig sein konnten. Mal war der Verkauf eines Hauses Grundlage einer Bilderserie, mal ein Denkmal, mein ein Wald. Mit diesen Themen haben seine Werke oftmals einen rätselhaften Charakter erhalten und lassen ihn von vielen anderen Künstlern der Zeit unterscheiden. 

Link zur Ausstellung

Illustration de Perahim La parade sauvage
Illustration de Perahim La parade sauvage - Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage des Musée d'Art Moderne et Contemporain Strasbourg entnommen.

'Was siehst DU? - Eine Ausstellung für Entdecker' in der Kunsthalle Bremen - bis 08. August 2015

'Was siehst DU?' ist eine wunderbare Ausstellung, die allen Entdeckern die Möglichkeit gibt mehr in vielen Werken zu sehen, als nur Striche, Farbkleckse, oder geometrische Formen. 

Dabei spielen weder der Künstler selbst, noch das Alter der Werke eine Rolle, genauso wenig, wie der Titel, oder der Name eines Werkes.
Hier wird die Phantasie angeregt, was erkennen wir als Betrachter in einem Bild. Eine Figur, ein Tier, einen Gegenstand, oder doch nur wirre Linien und Formen? 
Die Mitmachausstellung regt nicht nur an, die Bilder ganz wertfrei zu betrachten, sondern diese in der eigenen Phantasie weiter zu malen. Dafür sind 17 sog. Entdecker-Stationen aufgebaut, an denen man das jeweilige Kunstwerk für sich entdecken kann. Ergänzt werden diese 'Entdeckungen' von Erzählungen anderer. Sie vermitteln mit ihren eigenen Worten, was sie in dem jeweiligen Kunstwerk gesehen haben. 

Grundlage für diese Erzählungen sind die Besuche mehrerer hundert Kinder im November des Jahres 2013. Sie haben mit ihren Kindergartengruppen die Kunsthalle Bremen besucht und nach der Betrachtung der verschiedenen Werke erzählt, was sie gesehen haben, oder aber mit Pinsel und Stift ihre ganz eigenen Kunstwerke geschaffen. Diese sind im Südfoyer der Kunsthalle und parallel in der Zentrale von KiTa Bremen in der Faulenstraße zu sehen und bieten eine wunderschöne Ergänzung zu dieser Ausstellung der etwas anderen Art. 

Link zur Ausstellung 

 Was siehst DU? (Foto: Lars Lohrisch)
Linkes Bild: Was siehst DU? (Foto: Lars Lohrisch) - rechtes Bild: Was siehst DU? (Foto: Kerstin Rolfes) - Beide Grafiken wurden der Ausstellungs-Homepage  der Kunsthalle Bremen entnommen. 


Video zur Ausstellung

'Julia Schmid' im Sprengel Museum Hannover - bis 15. Februar 2015

Die Stiftung Niedersachen hat den 70. Band von 'Kunst der Gegenwart aus Niedersachen' herausgegeben. Diese aktuelle Ausgabe ist der 1969 in Wuppertal geborenen Julia Schmid gewidmet.
Der Schwerpunkt ihrer Arbeiten liegt in der malerischen wie auch zeichnerischen Auseinandersetzung zwischen unserer heutigen Zivilisation und der Natur. Ihrer Arbeiten vorweg geht meist eine intensive Forschung zu den von ihr später dargestellten Lebewesen, verbunden mit der entsprechend erforderlichen Recherche.

Link zur Ausstellung im Sprengel Museum

Sprengel Museum Hannover
Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage des Sprengel Museum Hannover entnommen.



Parallel zu dieser Ausstellung in der niedersächsischen Landeshauptstadt ist in der Städtischen Galerie Lehrte die Ausstellung Julia Schmid - Schilf im Kies, gebaute Gärten bis zum 01. Februar 2015 zu sehen.

Link zur Ausstellung der Städtischen Galerie Lehrte

Julia Schmid, Lehrter Kleingärten - Grabeland der Stadt, 2014
Julia Schmid, Lehrter Kleingärten - Grabeland der Stadt, 2014 - Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage der Städtischen Galerie Lehrte entnommen.

Sonntag, 7. Dezember 2014

'PLAYMOBIL - Spielgeschichte(n) im Bomann-Museum Celle - bis 12. April 2015

PLAYMOBIL - in diesem Jahr haben die Figuren ihren 40 Geburtstag gefeiert. Anlass genug, dass in mehreren deutschen Städten in diesem Jahre diverse PLAYMOBIL-Ausstellungen zu sehen waren. Zu letzt in Speyer.
Nun sind die Spielfiguren, in Celle zu sehen. Und sie begeistern nicht nur die Kleinen, auch viele Erwachsene zählen zu deren Fans, egal ob als Sammler oder auch weil sie mit ihren Kindern noch immer gern mit den auf Minimum reduzierten Figuren gerne spielen. Als sog. Systemspielzeug lassen sich die Figuren mit den verschiedensten Ergänzungsteilen ausstatten und sind nicht auf bestimmte Figuren beschränkt. PLAYMOBIL lässt durch die verschiedenen Themenwelten die Kinder in historische und fremde Kulturen oder auch Phantasiewelten eintauchen.

So zeigt die Ausstellung die Sammlung von Oliver Schaffer. Die Anfänge sind in seinen Kindertagen zu finden, da neben Playmobil die Zirkuswelt Schaffer fasziniert haben. Was lag da näher, als diese Welt mit den Spielfiguren und Zubehör in sein Kinderzimmer zu holen und nachzubauen.
Durch deren Faszination kamen bald weitere Themenwelten bei Oliver Schaffer hinzu. So, dass Oliver Schaffer heute wohl die weltweit größte Playmobil-Sammlung aufzuweisen hat. Neben dem Zirkus sind in der Ausstellung viele weitere liebvoll aufgebaute Themenwelten zu sehen, welche alle über einen großen Detailreichtum verfügen. 
Lassen Sie Ihre Kinder eintauchen in die Welt des Zirkus, in Winterlandschaften, einen Wasserzoo, oder auch Sie lassen sich bezaubern von der bunten Welt der Piraten, Seeräuber oder Zauberer, um nur ein paar Themenwelten zu nennen.

Und da die Ausstellung gezielt das junge Publikum ansprechen möchte, können diese Welten gleich an verschiedenen Spieltischen nachgebaut werden. 
Was jetzt in der Vorweihnachtszeit sicherlich zu der einen oder anderen Ergänzung auf den bestimmt  schon langen Wunschzetteln führen wird.

Link zur Ausstellung

PLAYMOBIL - Spielgeschichte(n)
Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des Bomann-Museum Celle entnommen.

' Alles Familie ! Eine interaktive Ausstellung für Jugendliche, Kinder und Erwachsene' im Deutschen Hygiene Museum Dresden - bis 22. Februar 2015

Familie, für die meisten ein Bund fürs Leben. Mehr als Freunde und Bekannte. Die können im Laufe eines Lebens wechseln, doch die Familie bleibt und bildet für die meisten einen Rückhalt, einen Ort der Zuflucht und auch des Vertrauens. Und doch, obwohl dies im Grunde überall gleich ist, unterscheidet sich dieses Bild, bedingt durch den Wandel der Zeiten, aber auch bedingt durch unterschiedliche Kulturen und damit verbunden unterschiedlichen Anforderungen. So verläuft ein Familienleben mit einem behinderten Kind in der Regel anders, als das einer Familie, bei denen die Kinder alle gesund sind. Und wie lebt es sich in einem Mehr-Generationenhaushalt, welche wir heute bei uns nur noch selten finden?

Diese Ausstellung gibt die Möglichkeit über die Bedeutung der Familie in anderen Ländern ein Bild zu vermitteln. Es werden die verschiedenen Familien-Modelle vorgestellt, wie auch deren Alltag.
Die Ausstellung geht der Frage nach, was Familie ausmacht. Eine spannende Entdeckungsreise durch verschiedene Kulturen und Familienstrukturen.

Link zur Ausstellung

Das Bild wurde der Ausstellungs-Homepage des DHMD entnommen.

'Karl Schmidt-Rottluff. Landschaft – Figur - Stilleben' im Brücke-Museum Berlin - bis 16. März 2015

Karl Schmidt-Rottluf, eigentlich Karl Schmidt, zählt neben Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl und Erich Heckel zu den Begründern der Künstlergruppe Brücke, welche 1905 in Dresden gegründet wurde.
Anlässlich seines 80 Geburtstages im Jahr 1964 hat er dem Land Berlin 75 seiner Werke geschenkt und hat damit im Grunde den Grundstein für die Kunstsammlung des Brücke-Museums gelegt. Diese Schenkung war zudem Anlass das Brücke-Museum zu errichten, welches 1967 eröffnet wurde.

Die Ausstellung zeigt ein umfangreiches Werk Schmidt-Rottlufs, von den 'wilden' Anfängen aus der Gründungszeit der Künstlergruppe 'brücke', über die ruhigeren 20er und 30er Jahre bis hin zu seinen Spätwerken. Die künstlerische Entwicklung, die Schmidt-Rottluf erfahren hat, lässt sich in diesen Werken sehr gut erkennen. Unabhängig ob es sich um Stillleben, Landschaften, oder Figuren vom Maler handelt. Kennzeichnend für die Künstler der 'Brücke' sind auch hier die ausdrucksstarken Farben in den verschiedenen Werken.

Link zur Ausstellung

Abb.: Karl Schmidt-Rottluff, Werke
Brücke-Museum Berlin, Karl und Emy Schmidt-Rottluff Stiftung - Die Grafik wurde der Ausstellungs-Homepage des Brücke-Museums Berlin entnommen.